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Zentralschweiz Ob- und Nidwalden: Verhandlungen zum umstrittenen Jagdbanngebiet

Die Titlis-Bahnen unterbreiten den Bannalp-Bahnen ein Angebot. Im schlimmsten Fall würden sie die Bannalpbahnen finanziell entschädigen, falls diese unter der Verschiebung des Jagdbanngebiets leiden würden. Die Titlis-Bahnen hoffen, damit Zustimmung zur Verschiebung zu gewinnen.

Winter auf dem Titlis
Legende: Die Diskussionen über das Jagdbanngebiet rund um das Titlisgebiet gehen weiter. Keystone

Das Jagdbanngebiet am Huetstock zwischen dem Engelbergertal und dem Melchtal sorgt schon länger für Diskussionen. Das, weil die Titlis-Bahnen eine neue Gondelbahn bauen wollen. Dafür müsste aber das Jagdbanngebiet, welches dem Schutz seltener und bedrohter Tiere dient, verschoben werden.

Die Regierungen von Ob- und Nidwalden haben darum vorgeschlagen, das Jagdbanngebiet in die Zone Bannalp - Walenstöcke zu verschieben. Die Betreiber der Bannalp-Bahnen zeigen sich davon aber wenig begeistert. Sie befürchten, dass sie dadurch weniger Besucher und Umsatz verzeichnen.

Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, zeigt Verständnis für die Ängste der Bannalp-Bahnen. Er könnte sich darum vorstellen, die Bannalp-Bahnen im Marketing und im operativen Bereich zu unterstützen. Im Notfall auch finanziell - beispielsweise durch eine Defizitgarantie.

Hubert Annen, Verwaltungsratspräsident der Bannalp-Bahnen, versteht die Wachstumsansprüche der Titlis-Bahnen. «Ich selber will das Jagdbahngebiet aber nicht bei mir haben», sagte er.

Am Dienstag treffen sich die Vertreter der beiden Bergbahnen zum Gespräch. Mit dabei ist auch der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig. Es soll eine Lösung gefunden werden, welche beiden Seiten gerecht wird. Den endgültigen Entscheid trifft dann aber der Bund.