Obwalden buhlt mit Tinnitus-Zentrum um neue Patienten

Auf dem Weg in die Selbständigkeit bietet das Kantonsspital Obwalden ab September ein neues Zentrum für Tinnitus-Patienten. Das Kantonsspital hat sich dafür mit der Swisstinnitus AG zusammen getan. Im Weiteren will Obwalden in der Orthopädie mit der Zürcher Schulthess Klinik zusammen arbeiten.

Der Eingang des Kantonsspitals Obwalden in Sarnen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kantonsspital Obwalden will schweizweit führend werden in der Behandlung von Tinnitus. SRF

Rund vier Prozent der Schweizer Bevölkerung leidet unter Tinnitus, dem chronischen Pfeifen und Rauschen im Ohr. Die Forschung habe in der Behandlung von Tinnitus in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Diese neuen Methoden wolle man ab September im Kantonsspital Obwalden anwenden, sagte der Obwalder Spitaldirektor Daniel Lüscher am Donnerstag.

Es sei nicht ganz einfach als Kantonsspital, welches als oberstes Gebot die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleisten müsse, solche neue Nischen zu finden. Dank der Zusammenarbeit mit einer auswärtigen Praxis sei dies nun im Spital in Sarnen möglich.

Zusammenarbeit mit der Schulthess Klinik

Auch in der Orthopödie geht das Kantonsspital Obwalden neue Wege. Die Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Nidwalden wurde aufgelöst. Neu arbeitet man in Obwalden mit der Zürcher Schulthess Klinik zusammen.

Ab 2015 eigenständig

Lange Jahre haben die Kantonsspitäler von Obwalden und Nidwalden eng zusammen gearbeitet. Diese Kooperation wurde Schritt für Schritt aufgelöst. Aktuell gibt es diese nur noch im Bereich Informatik. Spätestens ab 2015 wollen die beiden Kantonsspitäler komplett getrennte Wege gehen. Nidwalden will noch enger mit dem Kantonsspital Luzern zusammen spannen und in Obwalden will man eigenständig auf dem Markt bestehen.