Obwalden stellt Weichen für Kulturgesetz

Denkmalpflege, Bibliotheken oder die Kulturförderung: All diese Bereiche werden im Moment im Kanton Obwalden separat geregelt. Der Regierungsrat schlägt jetzt ein zusammenfassendes Gesetz vor.

Ein Buechelblaeser vor dem historischen Museum in Sarnen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit dem Kulturgesetz würde auch die Finanzierung des Historischen Museums in Sarnen besser gesichert. Keystone

Weil die jetzige Kulturverordnung veraltet ist, schlägt der Regierungsrat eine Aufdatierung vor: Anstatt an der 30-jährigen Verordnung festzuhalten, soll ein Gesetz erstellt werden. Eines, das die verschiedenen bestehenden rechtlichen Grundlagen im Kulturbereich zusammenfasst.

Das Gesetz soll die einzelnen Teilbereiche des Kulturdepartements klarer regeln und Kompetenzen genauer verteilen. Mit dem neuen Regelwerk würde sich in der Praxis nicht viel ändern.

Gesetz gibt Kultur mehr Gewicht

Christian Siedler, der Leiter des Amts für Sport und Kultur sagt jedoch, das Gesetz würde wesentlich zur Aufwertung der Kultur im Kanton beitragen: «Ein Gesetz ist immer ein Ausdruck einer Gewichtung. Die Kultur zählt im Kanton Obwalden zu den wichtigen gesellschaftlichen Bereichen.»

Deshalb sei es zentral, dass dies mit einem Gesetz zusätzlich unterstrichen werde, so Siedler weiter.

Das Kulturgesetz wurde den Einwohnergemeinden und den Parteien zweimal zur Stellungnahme vorgelegt und kommt nun am 22. Oktober vor das Kantonsparlament.