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Peter Schildknecht: «Die Auswirkungen des Coronavirus auf unser Geschäft ist noch nicht absehbar»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 25.02.2020.
abspielen. Laufzeit 04:42 Minuten.
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Papierfabrik in Perlen Weniger Umsatz, aber mehr Gewinn bei der Chemie + Papier Holding

Die Konjuktur hat bei der CPH Chemie + Papier Holding 2019 den Umsatz gedrückt. Der Gewinn ging aber deutlich nach oben.

Das konjunkturelle Umfeld habe sich besonders im zweiten Halbjahr 2019 negativ auf den Geschäftsgang ausgewirkt, sagt Peter Schildknecht im Gespräch mit SRF News. Der CEO der Chemie + Papier Holding (CPH) betont, dass das Geschäft im ersten Halbjahr noch positiv verlief: «Dann drehte der Wind. Die Nachfrage im Bereich Chemie aber auch Papier und Verpackungsgeschäft war rückläufig.» Zudem sei auch der Handelsstreit zwischen den USA und China für sie spürbar gewesen.

Wir haben Werke in China und in den USA. Hier spürten wir die Zollschranken stark.
Autor: Peter SchildknechtCEO Chemie + Papier Holding Perlen

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 1.7 Prozent auf fast 525 Millionen Franken zurück. Das Betriebsergebnis verbesserte sich indes um 9.6 Prozent auf fast 57 Millionen Franken. Unter dem Strich ergab sich für das Luzerner Unternehmen ein 14.6 Prozent höherer Gewinn von über 48 Millionen. Beim Umsatz verfehlte das Unternehmen damit die Erwartungen der Analysten, übertraf diese jedoch beim Betriebsergebnis und beim Gewinn.

Papier mit stärkstem Rückgang

Der Umsatz im Papierbereich ging um 2.6 Prozent auf über 293 Millionen Franken zurück. CPH ist die einzige Firma in der Schweiz, die Zeitungs- und Magazinpapier herstellt. Das Unternehmen hatte wegen des anhaltenden Preisdrucks im Papiermarkt bereits in der Vergangenheit immer wieder stark zu kämpfen.

Im Papierbereich befinden wir uns in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, die Nachfrage geht weiter zurück.
Autor: Peter SchildknechtCEO Papier + Chemie Holding Perlen

Nachdem der Bereich Chemie im ersten Halbjahr gut ausgelastet war und ein Wachstum verzeichnet hatte, bremsten die konjunkturelle Eintrübung und die Handelskonflikte den Geschäftsgang in dieser Sparte enorm, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Umsatz im Bereich Chemie lag mit etwas über 78 Millionen Franken um 1.5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Bei der Verpackungssparte stagnierte der Umsatz bei gut 153 Millionen Franken. Bereinigt um Wechselkurseffekte wuchs der Bereich jedoch. Das Unternehmen stellte mengenmässig gleich viele Folien für Medikamentenverpackungen her wie im Vorjahr. Dies, obwohl sich die Wachstumsraten in den Schwellenländern abschwächten. Doch der steigende Anteil hochwertiger Folien habe sich dabei positiv auf den Umsatz ausgewirkt.

Coronavirus trübt Aussichten für das kommende Jahr

«Aufgrund der unsicheren Wirtschaftsentwicklung, der getrübten Marktsituation im Bereich Papier und der noch nicht absehbaren Auswirkungen des Coronavirus gehen wir davon aus, dass 2020 der Umsatz des Vorjahres kaum egalisiert werden kann», sagt Firmenchef Peter Schildknecht. Welche Auswirkungen das Coronavirus aber schlussendlich habe, das sei jetzt noch nicht absehbar. CPH erwartet ein Nettoergebnis im tiefen zweistelligen Millionenbereich. Insgesamt seien Investitionen von 29.4 Millionen Franken in Sachanlagen geplant. Dadurch will das Unternehmen die Effizienz weiter steigern und das Geschäft ausbauen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr; sda/stus

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Bei diesem egoistischen Verschleiss, Ausbeutung der Natur, massivem tonnenweisen Einsatz von gesundheitsschädigender Chemie (Industrien, industrialisierte LW, Medizin, Privat-Gebrauch,....), die enorme Vermüllung weltweit (auch durch die KonsumentenInnen), kann es nicht auf ewig aufwärts gehen mit den lukrativen Geschäften....! Das müsste eigentlich allen Leuten klar sein....
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