Parlamentskommission will neue Finanzierung für Zuger Stadttunnel

Die Staatswirtschaftskommission Stawiko des Kantons Zug will den Stadttunnel zwar bauen, die Stadt und die Autofahrer sollen aber mehr bezahlen. Grund für die sehr umstrittene neue Finanzierung des 900-Millionen-Projekts ist die Finanzlage des Kantons.

Die Staatswirtschaftskommission Stawiko des Zuger Kantonsrats sei wegen der Sparbemühungen des Kantons zum Schluss gekommen, dass die Kosten für das knapp drei Kilometer lange Bauwerk benutzergerechter verteilt werden müssten. Wer den Tunnel häufiger braucht, soll auch mehr bezahlen.

So würde der Anteil der Stadt Zug am Stadttunnel von 60 Millionen auf 120 Millionen Franken verdoppelt. Auch die Automobilistinnen und Automobilisten müssten mit einer Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern insgesamt 300 Millionen mitfinanzieren.

Stichentscheid des Präsidenten

Die Stimmberechtigten müssten sich bewusst sein, dass sie ein teures Bauwerk erhalten, sich daran aber auch finanziell beteiligen müssen, erklärt Stawiko-Präsident Gregor Kupper. Die Vorlage war bei der Vorberatung in der Kommission stark umstritten. Die neue Finanzierung konnte Kupper nur mit seinem Stichentscheid durchbringen.