Pilatus-Werke halten wenig von Waffenexport-Lockerung

Die Lockerung der Waffenexport-Bestimmungen bringt den Pilatus-Werken kaum Vorteile. Denn ihre Geschäfte unterliegen zum grössten Teil gar nicht diesen Bestimmungen. Pilatus-Werke-Chef Oscar Schwenk hält auch sonst nichts vom Entscheid des Nationalrats: «Von uns aus wäre es auch ohne gegangen.»

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Bildlegende: Der Hauptsitz der Pilatus-Werke in Stans. Keystone

Die Lockerung der Exportbestimmungen geht auf einen Vorstoss des Nidwaldner Ständerats Paul Niederberger zurück. Da liegt der Schluss nahe, dass er auch dem Betrieb in seinem Kanton, den Pilatus-Werken, Vorteile verschaffen wollte. Er habe aber nicht die Zentralschweizer Industrie im Auge gehabt, sagt Niederberger, ihm gehe es um die Schweizer Rüstungsindustrie.

Die Pilatus-Werke können auch ohnehin kaum von der Lockerung profitieren. Denn ihre Trainingsflugzeuge sind gar nicht der Kriegsmaterialverordnung, sondern dem Güterkontrollgesetz unterstellt. Zudem sei ihre Strategie klar, heisst es bei den Pilatus-Werken. Man setze voll auf Trainingsflugzeuge und Simulatoren. Der Entscheid des Nationalrats habe deshalb keine Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Kritik an Nationalrat

Pilatus-Werke-Chef Oscar Schwenk kritisiert den Entscheid des Nationalrats: «Ich begreife nicht, warum man an bestehenden Gesetzen, die funktionieren, ständig herumwerkeln muss.»