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Das Flugzeug stürzte in unwegsames Gebiet ab. (SRF Augenzeuge)
Aus News-Clip vom 04.08.2018.
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Pilot flog zu tief Ursache für Flugzeugabsturz in Hergiswil geklärt

Ein Pilotenfehler ist schuld am Flugunfall in Hergiswil, bei dem im August 2018 eine vierköpfige Familie aus dem Kanton Nidwalden ums Leben kam.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aus dem Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) geht hervor, dass der Pilot die Krete des Renggpasses oberhalb von Hergiswil zu tief anflog.
  • Der 47-jährige Pilot war mit seiner Familie auf dem Flug in die Ferien. Sechs Minuten nach dem Start kollidierte die Maschine mit Baumkronen und stürzte ab. Alle vier Insassen wurden beim Aufprall tödlich verletzt.
  • Der Pilot war Chef-Testpilot der Pilatus Flugzeugwerke. Er war mit der Gegend vertraut. Die Sust kommt zum Schluss, dass das Flugmanöver risikoreich war. Dem Piloten habe das Training auf solchen Kleinflugzeugen gefehlt.
  • Der Tod der Familie hatte im Kanton Nidwalden grosse Betroffenheit und Trauer ausgelöst.

Der Pilot wollte mit seiner Familie in die Ferien fliegen. Das Flugzeug startete in Kägiswil. Der Unfall ereignete sich im Gebiet des Loppers im Kanton Nidwalden. Laut den Ermittlern war der Pilot mit der Topografie der Gegend vertraut und verfügte über eine vielseitige Flugerfahrung. Er sei ausgeruht und gesund gewesen. Das Wetter war sonnig, windschwach und warm, es habe keinen Einfluss auf den Unfall gehabt. Auch lägen keine Anhaltspunkte für technische Mängel am Flugzeug vor.

Risikoreiches Flugmanöver

Die Sust kam zum Schluss, dass sich das Flugzeug bis zur Kollision in der Steigfluglage befunden habe und die Sicht des Piloten in Flugrichtung stark eingeschränkt gewesen sei. Die vom Pilot gewählte Flugtaktik, indem er mit geringer Geschwindigkeit im Steigflug die Krete in einem stumpfen Winkel tief anflog, sei risikoreich gewesen, da keinerlei Reserven vorhanden waren. Die Kollision mit den Baumwipfeln dürfte den Piloten überrascht haben. Die angewandte Flugtaktik erklärt sich die Sust damit, dass der Pilot fast ausschliesslich Erfahrung auf leistungsstarken Flugzeugen aufwies, die ein vergleichbares Manöver mit entsprechenden Geschwindigkeitsreserven zugelassen hätten.

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