Schlussbericht Heli-Unfall Pilot verlor Kontrolle

Der Helikopterabsturz mit vier Toten am 1. Juli 2013 im Erstfeldertal geht wohl auf einen Pilotenfehler zurück. Zu dem Schluss kommt die Untersuchung des Bundes. Der Pilot verlor nahe am Berg die Kontrolle über die Maschine.

Der absgestürzte Helikopter im Erstfeldertal. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der absgestürzte Helikopter im Erstfeldertal. Keystone/Kapo Uri

Der Helikopter eines privaten Schweizer Transportunternehmens war auf dem Flug von der Leutschach- zur Kröntenhütte abgestürzt. Die Maschine krachte gegen 9.15 Uhr bei schönem Wetter beim Landeanflug in unwegsamem Gelände in eine Kuppe und ging in Flammen auf. Vier Männer aus Uri - der Pilot, zwei Flughelfer und ein Monteur - starben.

Laut dem am Dienstag von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) publizierten Schlussbericht kam es mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Unfall, weil der Pilot nach Problemen wegen einer Überlastung der Hydraulikservos die Kontrolle über den Helikopter verlor. Die Flugtaktik des Piloten habe zur Entstehung des Unfalls beigetragen.

Von technischem Phänomen überrascht

Dieses Phänomen der Überlastung von Hydraulikservos bei Helikoptern in bestimmten Flugsituationen ist bekannt. Aufgrund der vorliegenden Fakten sei davon auszugehen, dass der Pilot von der Heftigkeit des Phänomens überrascht worden sei.