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Neue Veloparkplätze am Bahnhof Luzern via App reservieren
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Pilotprojekt in Luzern Reservierter Veloparkplatz am Bahnhof dank neuer App

Die 50 neuen Veloparkplätze direkt vor dem Bahnhof Luzern können über eine App gesucht, reserviert und bezahlt werden.

Ähnliche Pilotprojekt finden auch in Zürich, Uster, Solothurn und Basel statt, wie die SBB am Dienstag bei der Präsentation bekannt gaben. Die Parkplätze sollen für Ordnung und Sicherheit sorgen. Der Preis inklusive Helmbox und E-Ladegerät liegt bei 1.80 Franken pro Tag.

Dank Blockchaintechnologie

Der digitale Veloparkplatz ist eine Innovation des Luzerner Jungunternehmens smartmo. Nach einer dreijährigen Entwicklungsphase haben die Gründer von smartmo um Daniel Hänggi das Projekt zur Testreife gebracht. Hänggi und andere Geldgeber haben zusammen über drei Millionen Franken investiert.

Smartmo ist eine Mobilitätsplattform, die auf der Blockchaintechnologie basiert. Sie kann auch als Parkleit- und Bewirtschaftungssystem genutzt werden.

Zusammenarbeit mit SBB und NGOs

Als Partnerin für das Pilotprojekt stellt die SBB 50 Parkplätze zur Verfügung. Sie will in der Testphase die Nachfrage und die Akzeptanz der Kunden ermitteln und «eine Lücke im Angebot schliessen», wie SBB-Sprecher Lukas Schneller betont. Ausserdem will die SBB einen Anreiz schaffen, den Weg zum Bahnhof umweltschonend zurückzulegen.

Die öffentliche Bewirtschaftung der Veloparkplätze wird von NGO's wie beispielsweise die Caritas, durchgeführt. Damit würden auch Arbeitsplätze geschaffen, meint Daniel Hänggi.

Kritik und Skepsis

Kritisiert werden die neuen Veloparkplätze hingegen von den Jungen Grünen Kanton Luzern. «Dass nun kostenpflichtige Ständer gerade dort stehen, wo wohl am meisten Velos hingestellt werden und auch viele junge Leute auf einen Veloplatz angewiesen sind, ist eine Frechheit», schreiben sie in einer Mitteilung.

Skeptisch ist auch Nico van der Heiden, Co-Präsident von Pro Velo Luzern. Er sei nicht sicher, ob diese Parkplätze wirklich einem Bedürfnis entsprechen, sagt er auf Anfrage von Radio SRF.

«Wir finden es aber richtig, dass der Pilotversuch nun einmal durchgeführt wird.» Es dürfe jedoch künftig keine Zweiklassen-Gesellschaft bei den Velofahrenden geben: die einen, die sich das Parkieren gleich beim Bahnhof leisten könnten und die anderen, die halt viel weiter weg parkieren müssten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Keller  (@krick68)
    Platznot weiter verschärfen, indem ein Teil des raren Guts für Zahlungskräftige freigehalten wird – das kennen wir doch schon aus den Zügen der SBB. Bei Veloabstellanlagen wollen wir dieses Zweiklassensystem nicht auch noch haben.
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Ich schon. Bei den Autoparkplätzen müssen wir diese Knüppelei schon längst erdulden. Selbst wenn ich ein Wasserstofffahrzeug oder ein hippes E-auto fahre, muss ich zahlen. Begründung: Beanspruchung öffentl. Grundes und Bewirtschaftungspflicht. Dasselbe MUSS für Velos eingeführt werden. Und wenn dadurch mehr Leute einsehen, dass es nicht immer mehr werden kann, umso besser!
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