Elektrizitätswerk Obwalden Projekt «Kraftwerk Zimmerplatz» gestoppt

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) stoppt die Planung für ein neues Wasserkraftwerk in Giswil.

Eine verschneite Gegend mit Wasser. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die existierende Wasserfassung Grosses Melchtal – ein Wasserkraftwerk des EWO. zvg EWO

Das geplante Kraftwerk Zimmerplatz könne unter den heutigen Bedingungen nicht wirtschaftlich betrieben werden, begründet das EWO die Sistierung des Vorhabens. Das Kraftwerk bei der Laui Giswil hätte Strom für 1300 Haushalte produzieren sollen.

Fördergelder gibt's neu nur ab bestimmter Leistung

Es habe sich jedoch gezeigt, dass das Kraftwerk zu wenig Leistung hätte, um kostendeckend zu funktionieren. Denn mit der Gesetzgebung, wie sie mit dem Ja zum nationalen Energiegesetz im Mai beschlossen wurde, ist eine Mindest-Leistung für Fördergelder festgelegt worden.

«Mit dem alten Gesetz wurden Wasserkraftwerke ab 300 Kilowatt gefördert. Ab 2018 liegt die Grenze bei 1000 Kilowatt. Unser Kraftwerk liegt unter dieser Grenze, deshalb würden wir kein Geld vom Bund erhalten», sagt Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung des EWO. Ohne Fördergelder vom Bund könne man das Projekt aber nicht realisieren.

Mehr Leistung gefährdet Naturschutz

Die Leistung zu erhöhen und ein grösseres Wassereinzugsgebiet anzupeilen, sei nicht möglich. Das hätte höhere Projektkosten und Konflikte mit dem Auenschutz verursacht, schreibt das EWO.

Falls sich das Gesetz oder die Marktsituation veränderten, wolle man das Projekt neu beurteilen.