Regierung: «Luzern braucht einen Durchgangsbahnhof»

Mit einem Planungsbericht unterstreicht die Luzerner Regierung erneut die Notwendigkeit eines Durchgangsbahnhofs für Luzern. Damit es mit dem Bau möglichst bald vorangeht, ist der Kanton auch bereit, dem Bund Geld vorzuschiessen. Dies, trotz der angespannten finanziellen Lage im Kanton.

Visualisierung des Durchgangsbahnhofs in Luzern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für die Luzerner Regierung ist der Durchgangsbahnhof Voraussetzung für das Wachstum (Visualisierung). zvg

Eine Nutzenstudie stellt die Variante Durchgangsbahnhof Luzern mit einem Tunnel ab Ebikon, einem unterirdischen Bahnhof mit vier Gleisen und einem Tunnel unter der Neustadt als Bestvariante heraus.

Der Durchgangsbahnhof Luzern überzeuge mit seinem regionalen und nationalen Nutzen, heisst es im Bericht. Er ermögliche kürzere Umsteigezeiten, intensivere Fahrplantakte in alle Richtungen und ein ausgebautes Angebot im öffentlichen Verkehr auf dem ganzen Kantonsgebiet.

Die Finanzierung des 2,5-Milliarden-Projekts übernimmt der Bund. Da dieser in den nächsten Jahren in den Schienenausbau der ganzen Schweiz investiert, kämpfen alle Kantone um die Verteilung der Gelder aus dem Bundestopf.

Mit einer Vorfinanzierung aus der Kantonskasse will Luzern nun seine Chancen auf eine baldige Umsetzung seiner Pläne verbessern. Sollte der Kanton Geld vorschiessen, müsste er neue Schulden machen. Für den Luzerner Baudirektor Robert Küng ist diese Investition auch trotz der schlechten Finanzlage des Kantons gerechtfertigt.

«  Wir haben den Auftrag, Investitionen zu tätigen, die den Kanton Luzern wirtschaftlich weiter bringen. Die Luzerner Regierung hat zudem immer gesagt, dass eine Verschuldung bei diesem wichtigen Verkehrsprojekt möglich ist. »

Robert Küng
Baudirektor

Linienführung des Durchgangsbahnhofs. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So ist die Linienführung des Luzerner Durchgangsbahnhofs geplant. zvg

Die Kosten für die Vorfinanzierung würden sich für den Kanton auf 120 bis 360 Millionen Franken belaufen, schätzt Baudirektor Robert Küng. Mit dem Angebot der Vorfinanzierung will Luzern in Bern Druck machen. Falls alles nach den Vorstellungen der Regierung läuft, könnten die Bauarbeiten im Jahr 2030 starten.