Reussufer für 220 Millionen renaturieren

Der Fluss soll zwischen Emmen und der Kantonsgrenze zu Zug aufgeweitet werden, um wieder einen natürlichen Lauf zu finden. Dazu sind auch Rodungen notwendig. Der Kanton Luzern rechnet mit Kosten von rund 220 Millionen Franken.

Blick auf das Ufer der Reuss. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Ufer der Reuss (hier bei Gisikon) soll aufgeweitet und renaturiert werden, als Schutz vor Hochwasser. wandersite.ch

Noch sind die Arbeiten am Seetalplatz in Emmen in vollem Gang: Teil des 190-Millionen-Projekts ist auch der Schutz vor Hochwasser beim Zusammenfluss von Kleiner Emme und Reuss.

Doch der Kanton Luzern plant bereits das nächste grosse Hochwasser-Schutzprojekt: Die Reuss soll auf einer Strecke von 13,2 Kilometern Länge von Emmen aus flussabwärts aufgeweitet und renaturiert werden.

Bund zahlt mit

Dafür werde mit Kosten von rund 220 Millionen Franken gerechnet, bestätigte Mario Koksch, stellvertrender Leiter der Abteilung Naturgefahren beim Kanton Luzern, einen Bericht der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Montag. An den Kosten beteilige sich massgeblich auch der Bund, der Kostenteiler werde gegenwärtig diskutiert.

Um dem Fluss mehr Platz zu geben, seien auch Rodungen nötig: «In welchem Umfang Wald abgeholzt werden muss, steht allerdings noch nicht fest.» Zudem sind Aufforstungen geplant. Die Pläne sollen im Sommer 2014 öffentlich aufliegen.

Anfangs April ist eine Information für die Emmer Bevölkerung geplant. Die FDP Emmen stellt in einem Vorstoss im Einwohnerrat Fragen zum Projekt. Sie will unter anderem wissen, in welchem Verhältnis der Aufwand zum Ertrag stehe.