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Revision Landwirtschaftsgesetz Luzerner Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden

Die Landwirtschafts-Strategie der Regierung fordert, dass die Bauern umweltfreundlicher und unternehmerischer werden.

Im Kanton Luzern hängt jeder elfte Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Landwirtschaft ab. Luzern sei damit ein wichtiger Agrarkanton, schreibt der Regierungsrat in seiner am Dienstag veröffentlichten agrarpolitischen Strategie.

Im Kanton Luzern gibt es 4600 Bauernhöfe, auf denen 13'200 Personen arbeiten. Jedes zehnte Schweizer Rindvieh und jedes zehnte Huhn leben im Kanton Luzern. 30 Prozent des Schweinebestandes der Schweiz werden auf Luzerner Bauernhöfen gehalten.

Diese vergleichsweise hohe Tierintensität führe zu entsprechenden Nährstoffemissionen, schreibt der Regierungsrat. Für die Umwelt sei dies eine grosse Herausforderung.

Ammoniak-Immissionen zu hoch

Vor zehn Jahren formulierte die Regierung Ziele zur Senkung des Ammoniak-Ausstosses, die nicht eingehalten werden können. «Das Ziel, den Ausstoss um 30 Prozent bis im Jahr 2030 zu senken, können wir nicht erreichen», sagt Thomas Meyer von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald.

Wahrscheinlich sei man dazumal zu euphorisch gewesen. Aber eine Arbeitsgruppe sei daran, neue Massnahmen zur Senkung in diesem Bereich auszuarbeiten.

Tiere auf die Weide

In der Landwirtschaftsstrategie setzte der Regierungsrat deswegen fest, dass die Umweltbelastungen durch die Agrarwirtschaft reduziert werden sollen. Um die Ammoniakemissionen zu senken und das Tierwohl zu steigern, sollen die Tiere vermehrt auf der Weide gehalten werden.

Als Schwäche der Luzerner Landwirtschaft nennt der Bericht die unterdurchschnittlichen Betriebsgrössen, die hohen Boden- und Pachtpreise, hohe Produktionskosten und eine hohe Schuldenlast. Der Anteil der Biobetriebe sei verhältnismässig tief.

Mehr Biohöfe

Ansetzen will der Regierungsrat auch bei der Wertschöpfung. Die Erfolgschancen zur Steigerung der Wertschöpfung lägen primär in den Konsumtrends des Biolandbaus und der Regionalität, schreibt der Regierungsrat in seiner Strategie.

Die Bauernhöfe sollen ferner unternehmerischer handeln, denn die Schere zwischen Ertrag und Aufwand werde immer grösser, stellte der Regierungsrat fest. Vermehrte Zusammenarbeit soll Entlastung bringen. Das Potenzial reicht von tieferen Einkaufskosten, über tiefere Maschinen- und Infrastrukturkosten bis zu Kosteneinsparungen durch kürzere Wege und arrondierte Flächennutzung.

Die Strategie sei eine Leitplanke für die kantonale Agrarpolitik und deren Vollzug, teilte der Regierungsrat mit. Sie diene aber auch als Grundlage für die Revision des kantonalen Landwirtschaftsgesetz.

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