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Andréas Härry, Co-Leiter Le Théâtre: «Dieses Musical spricht besonders Junge und Männer an»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 14.12.2019.
abspielen. Laufzeit 04:58 Minuten.
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Revival der 80er-Jahre Das Musical «Rock of Ages» erstmals auf einer Schweizer Bühne

Das Musical geht ab Samstag im «Le Théâtre» in Emmen (LU) über die Bühne. Co-Leiter Andréas Härry über das Stück und die Konkurrenz, die gleichzeitig auf der Luzerner Allmend spielt.

Darstellerinnen und Darsteller des Musicals Rock of Ages auf der Bühne.
Legende: zvg / Ingo Höhn

Über 2300-mal ist das Broadway-Musical «Rock of Ages» in Los Angeles aufgeführt worden – erstmals im Jahr 2005. 2012 wurde der Stoff verfilmt mit Tom Cruise, Alec Baldwin und Catherine Zeta-Jones in Hauptrollen.

Jetzt zeigt das «Le Théâtre» in Emmen bis zum 19. Januar eine eigene Neuinszenierung mit deutschen Dialogen. Begleitet werden die Darstellerinnen und Darsteller von einer Live-Band. Diese spielt mehr als 20 Rock-Hymnen der 80er-Jahre.

Die Handlung

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In einem Club auf dem Sunset Strip von Los Angeles arbeitet 1987 der Jungrocker Drew Boley als Aushilfe. Der musikalische Durchbruch lässt auf sich warten. Er verliebt sich in Sherrie Christian, die aus einem Kaff in Kansas dem Hollywood-Duft gefolgt ist. Drew verschafft der Kleinstadtschönheit einen Job im Bourbon Room. Doch der schummrige Club ist angezählt. Ein Auftritt des exzentrischen Rockstars Stacee Jaxx soll die Öffentlichkeit aufrütteln und Geld in die Kassen des Clubbetreibers zur Rettung seines Lokals spülen. Die gute Idee mündet im lustigen Debakel, kreuz-und-quer-Missverständnissen und dem Chaos der Gefühle aller Beteiligten.

«Das sind nicht alte Schinken, die wir da bringen – die Musik ist top-aktuell», sagt Andréas Härry, Co-Leiter des «Le Théâtre», im Interview mit Radio SRF. «Ob ‹The final countdown› oder ‹We built this city› – die Jugendlichen kennen diese Titel bestens.» Entsprechend zeigten die Rückmeldungen, dass das Musical vor allem Junge anspreche.

Interessant sei ausserdem: «Musicals sind normalerweise eher eine Frauensache. So werden 70 Prozent der Ticketverkäufe am Telefon von Frauen getätigt. Bei Rock of Ages ist das anders. Hier sagen auch Männer: Das macht Spass – das ist meine Musik!»

Die Suppe wird für alle dünner.
Autor: Andréas HärryCo-Leiter «Le Théâtre»

Vor einer Woche hatte auf der Luzerner Allmend ein anderes grosses Musical Premiere: «Heiweh – Fernweh» wird rund 30-mal aufgeführt. Jetzt geht es weiter mit Rock of Ages. Andréas Härry sagt zu dieser Konkurrenz: «Wir produzieren seit 2002 Musicals. Das Le Théâtre ist ein familiärer Betrieb. Wir waren nie kommerziell optimiert, machen nach wie vor auch Fehler.»

Dem gegenüber sei das Musical «Heiweh – Fernweh» ganz anders positioniert. Es sei ein kommerziell optimiertes Projekt, «gegen das wir absolut nichts haben. Es ist bloss unglücklich, dass man im Zentralschweizer Markt, der nicht sehr gross ist, nun eine Verwässerung hat. Die Suppe wird für alle dünner», so Andréas Härry weiter.

Potenzial ist ausgeschöpft

Die Veranstalter von «Heiweh – Fernweh» rechnen mit bis zu 30'000 Besucherinnen und Besuchern. Das Le Théâtre zählt laut Co-Leiter Andréas Härry pro Produktion zwischen 12'000 und 16'000 Besucherinnen und Besucher.

«Verglichen mit der Bevölkerungszahl bewegen wir uns damit in einem ähnlichen Verhältnis wie Zürich oder Basel», sagt Härry. «In allen Regionen der Schweiz interessiert sich ein etwa gleicher Prozentsatz der Leute für Musicals.» Wenn man mehr Leute erreichen wolle, bedinge das ein grosses Investment in die Kommunikation.

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