Robert Küng: «Renaturierung der Reuss ist Generationenprojekt»

Baudirektor Robert Küng (FDP) hat in den letzten vier Jahren viele Bauprojekte in Angriff genommen oder abgeschlossen. Darunter die grössten in der Geschichte des Kantons Luzern. Niederlagen musste der 59-Jährige vor allem auf Gesetzesstufe einstecken.

In seinen ersten vier Jahren als Regierungsrat beschäftigten Robert Küng verschiedene Bauprojekte. So wurde beispielsweise das Vorprojekt für den Luzerner Tiefbahnhof abgeschlossen. Zudem wurden wichtige Arbeiten am grossen Verkehrs- und Hochwasserschutzprojekt Seetalplatz in Angriff genommen.

Im Jahr 2014 war Robert Küng Regierungspräsident. In dieser Funktion vertrat er den Kanton Luzern beispielsweise bei der Olma, an welcher Luzern Gastkanton war. Der Willisauer gilt als stiller, umgänglicher Schaffer, der es möglichst allen recht machen will.

«Generationenprojekt» an der Reuss

Eine empfindliche Niederlage musste Robert Küng beim totalrevidierten Energiegesetz einstecken. Das Kantonsparlament lehnte das Gesetz im Jahr 2013 deutlich ab. Küng hatte geplant, dass der Kanton Luzern mit diesem Gesetz eine Vorreiterrolle in der Energiepolitik übernehmen könnte. Viel Gegenwind gibt es bereits in der Vernehmlassung für das neue Wasserbaugesetz des Kantons.

Ein grosses Projekt im Bereich Hochwasserschutz wird Robert Küng in der nächsten Legislatur beschäftigen. Für 167 Millionen Franken will der Kanton Luzern die Renaturierung der Reuss vorantreiben. «Das ist ein Generationenprojekt», sagt Robert Küng. Auch hier wird Widerstand erwartet, insbesondere von Landbesitzern.

Politische Karriere

  • 2000-2011: Stadtpräsident von Willisau
  • 2007-2011: Mitglied Luzerner Kantonsrat
  • 2011: Wahl in den Regierungsrat, Vorsteher des Bau-, Umwelt - und Wirtschaftsdepartements

Berufliche Karriere

  • bis 2010: Unternehmer, Leiter der eigenen Haustechnikunternehmung

Persönlich

  • Verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Töchtern, wohnhaft in Willisau
  • Hobbies: Tennis, Jassen, persönliche Kontakte pflegen

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr