Rodelbahn am Pilatus bleibt vorderhand geschlossen

Am Freitag Nachmittag hatte sich oberhalb der Rodelbahn Fräkmünt ein über zwei Tonnen schwerer Felsblock gelöst. Splitter waren bis in die Nähe der Rodelbahn gefallen. Dies zeigte eine Begehung am Samstag Morgen. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Rodelbahn bis auf weiteres zu.

Eine Frau fährt mit einem Rodel auf der Rodelbahn am Pilatus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vorderhand kann auf der Rodelbahn Fräkmünt nicht gefahren werden. ZVG, Pilatus Bahnen

Am Samstag Morgen fand eine erste Begehung mit einem Geologen in der Fräkmüntegg statt. Dabei habe man festgestellt, dass sich ein einzelner, gut zwei Tonnen schwerer Block von einem Kubikmeter gelöst habe und gegen die Fräkmüntegg herab gedonnert sei. Splitter seien bis 90 Meter in die Nähe der Rodelbahn gefallen, sagt der Gemeindepräsident von Hergiswil (NW), Remo Zberg. Darum habe man in Absprache mit den Pilatus Bahnen entschieden, die Rodelbahn bis auf weiteres nicht zu öffnen.

Beim Abbruch des Felsblocks am Freitag Nachmittag war niemand verletzt worden. Dass der Fels im Gebiet des Bandweges instabil ist, weiss man schon lange. Der Bandweg wurde 2009 gesperrt und das Gebiet beim Klimsenhorn durch Geologen und Radar überwacht.

Dennoch habe man keine Anzeichen dafür gehabt, dass sich ein Felsblock lösen könnte, erklärt Remo Zberg: «Im Gegenteil haben die letzten Messungen gezeigt, dass der Felsen stabil ist. Man hätte die Situation im Sommer nach der Schneeschmelze neu beurteilen wollen - jetzt ist uns der Berg zuvor gekommen.»

Nächste Woche sind vertiefte Abklärungen in der Felswand geplant. Sie sollen zeigen, ob noch mehr Gestein abstürzen könnte. Ausser der Rodelbahn müsse vorderhand aber kein weiteres Gebiet aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.