Klassiker am Luzerner Theater Romeo und Julia kämpfen um ihre Welt der Träume

Zwei verfeindete Familien, die sich bis aufs Blut bekämpfen. Zwei Menschen aus diesen Familien, die sich lieben. Das ist der Stoff von «Romeo und Julia» von William Shakespeare. Das Luzerner Theater stellt die Frage, wie man in einer Welt leben kann, in der alle Leichtigkeit verloren gegangen ist.

Romeo (Jakob Leo Stark) und Julia (Sofia Elena Borsani) feiern ihre heimliche Hochzeit ausgelassen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Romeo (Jakob Leo Stark) und Julia (Sofia Elena Borsani) feiern ihre heimliche Hochzeit ausgelassen. Luzerner Theater/Ingo Höhn

Die Handlung der Vorlage

In Verona sind die Familien Montague und Capulet tief verfeindet. Romeo (Montague) und Julia (Capulet) müssen ihre Beziehung geheim halten. Sie lassen sich heimlich trauen. Romeo wird nach einem Kampf aus Verona verbannt.

Julia soll gegen ihren Willen mit dem Graf Paris verheiratet werden. Sie wird von Bruder Lorenzo überredet, einen Schlaftrunk zu nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Romeo kommt nach Verona, sieht die vermeintlich tote Julia und nimmt ein Gift zu sich. Die erwachende Julia ist verzweifelt und tötet sich ebenfalls selber.

Die Stärken der Inszenierung

  • Sofia Elena Borsani (Julia) und Jakob Leo Stark (Romeo) geben ein leidenschaftliches Liebespaar ab, mit dem man mitfiebert.
  • Shakespeares Tragödie hat vor allem im ersten Teil viele Ansätze einer Komödie – das Ensemble nimmt diesen Steilpass dankend auf.
  • Die dreiköpfige Live-Band Jon Hood kreiert für jede Szene den absolut passenden und mitreissenden Soundtrack.

Die Schwächen der Inszenierung

  • Ausgerechnet dann, wenn die Handlung im zweiten Teil auf den dramatischen Höhepunkt zusteuert, verliert die Inszenierung deutlich an Tempo.
  • Die komödiantisch angehauchten Szenen driften manchmal in Slapstick ab.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr