Rückschlag für Luzerner Metro-Projekt

Die bisherige Firma hinter dem Luzerner Metro-Projekt steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Über die Metro Luzern Holding von Financier Franz Zihlmann wurde der Konkurs eröffnet. Die Initianten wollen mit anderen Geldgebern weitermachen.

Visualisierung des Metro-Einstiegs am Luzerner Schwanenplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung des Metro-Einstiegs am Luzerner Schwanenplatz. zvg

Das Bezirksgericht Luzern hat den Konkurs über die Metro Holding am 11. September 2015 eröffnet. Mitinitiant Marcel Sigrist bestätigt eine entsprechende Meldung von «20 Minuten online». Trotzdem sei die Idee von einer Metro vom Schwanenplatz in den Ibach am Stadtrand nicht gestorben, sagt Sigrist: «Das Projekt ist zu gut, dass man es auf die Seite schieben könnte. Man muss einfach den Zeitpunkt abwarten, bis die Regierung endlich den Kopf dreht.»

Tatsächlich fehlt dem Metro-Projekt auch die politische Unterstützung. Die Regierungen von Stadt und Kanton Luzern bevorzugen ein neues 150-Millionen-Franken-Parkhaus im Musegghügel. Die privat finanzierte Metro laufe der bisherigen Verkehrspolitik zuwider und stehe in Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr, argumentieren sie.

Marcel Sigrist ist aber nach wie vor überzeugt davon, dass die Metro realisiert werden kann. Er sei mit anderen Investoren in Kontakt. Weitere Details dazu verrät er allerdings nicht.