Salle Modulable: Zurückhaltung im Stadtparlament

Zum ersten Mal, seit Kanton und Stadt die Pläne zur Salle Modulable auf dem Inseli präsentiert haben, gab es am Donnerstag eine Diskussion im Parlament. Die Stimmung unter den Parteien ist aber noch verhalten, zu viele Punkte seien noch offen, hiess es.

Die Debatte im Grossen Stadtrat liess immerhin die groben Linien erkennen: CVP, FDP und Grünliberale stehen dem Projekt Salle Modulable am positivsten gegenüber, die SVP äusserte sich leicht Skepsis, von den Grünen und der SP kam ziemlich viel Kritik.

Drei Punkte gaben vor allem zu reden:

  • Standort Inseli: Die Bürgerlichen stehen diesem Standort hinter dem Bahnhof positiv gegenüber, die Verantwortlichen hätten gut aufgezeigt, warum das Inseli der beste Ort sei. Die SP und die Grünen hingegen monierten, der Motorboothafen hätte sich besser geeignet.
  • Finanzen: Insbesondere die Betriebskosten (nach erster Schätzung über 30 Millionen pro Jahr, also 7 Millionen mehr als das Luzerner Theater aktuell kostet) sind allen Parteien zu hoch. Doch nur wegen der Finanzen wollte sich niemand ganz gegen das Projekt stellen.
  • Inhalt: Das künftige kulturelle Angebot in der Salle Modulable sei noch zu unklar, betonten alle Votanten. Während die FDP erklärte, Luzern müsse sich auf Musik konzentrieren, hielt die SP fest, es müsse unbedingt ein 3-Sparten-Betrieb aufrecht erhalten werden.

Einig war man sich über alle Parteigrenzen hinweg, dass es nun baldmöglichst mehr Informationen zum Projekt brauche. Denn schon Ende November wird die Stadtbevölkerung erstmals über die Salle Modulable abstimmen.