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Militärisches Truppenlager.
Legende: Drei Jahre lang werden Asylsuchende im Glaubenberg wohnen. Keystone
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Zentralschweiz Sarnen will beim geplanten Asylzentrum mitreden

Das Truppenlager Glaubenberg oberhalb von Sarnen wird vom Bund drei Jahre lang als Zentrum für Asylsuchende genutzt. Bis zu 240 Asylsuchende sollen dort untergebracht werden.

Das Truppenlager soll ab Mitte 2016 während drei Jahren als Bundesasylunterkunft dienen, wie der Gemeinderat von Sarnen am Donnerstag mitteilte. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat den Gemeinderat Sarnen und den Kanton Obwalden schriftlich darüber orientiert.

«Der Glaubenberg wird zu einem Wartezentrum. Dort werden Asylsuchende einquartiert, die auf den definitiven Asylentscheid warten. Die meisten sind so genannte Dublinfälle. Sie haben bereits in einem anderen europäischen Land ein Asylgesuch gestellt oder sind über ein anderes europäisches Land eingereist», sagt Martin Reichlin vom Bundesamt für Migration.

Die Anlage soll parallel weiterhin vom Militär genutzt werden. Dafür wird sie baulich in zwei Bereiche unterteilt, wie es weiter heisst. Auch die Nutzung der Anlage durch Dritte, zum Beispiel für Schneesportlager, bleibe weiterhin möglich.

Sarnen will sich für Sicherheit einsetzen

Gemeinde und Kanton haben vom Entscheid Kenntnis genommen und wollen von der Möglichkeit zur Stellungnahme Gebrauch machen. Im Fokus stehe dabei die Sicherheit, sagt Manfred Iten, Gemeindepräsident von Sarnen: «Es ist besser, wenn wir zusammen eine gute Lösung finden, als gegen die Unterkunft zu kämpfen.»

Grundlage für die dreijährige Nutzung des Truppenlagers als Asylunterkunft sind die dringlichen Bestimmungen des Asylgesetzes, die das Volk im Juni 2013 bei einer Abstimmung abgesegnet hat. Sie erlauben dem Bund, ohne Zustimmung der Standortgemeinde solche Zentren einzurichten.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen , Luzern
    Ziemlich naiv zu glauben, nach 3 Jahren sei's dann Schluss. Wetten, dass es dann so recht anfängt.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Der Bundesrat hat sich das Recht angeeignet, in Sachen Asylunterkünften das Stimmvolk mundtot zu machen. In dieser Sache ist die Demokratie Geschichte. Wir müssen tatenlos zusehen, wie der Bund immer mehr Asylzentren in immer mehr Kantonen errichtet, ja sogar Land für Neubauten versaut. Bezahlen tun dies aber selbstverständlich nicht die sieben Magistraten aus ihren eigenen Taschen, sondern bitte schön wir - das unmündig gemachte Steuerzahlervolk,
  • Kommentar von Peter Escher , Leuk - Stadt
    " Drei Jahre lang werden Asylsuchende im Glaubenberg wohnen "- ob das GUT kommt ?
    1. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Dann sollen sie im Winter die Langlaufloipen im Langis ob Glaubenberg präparieren und instand halten und am Abend todmüde und zufrieden ins Bett sinken.
    2. Antwort von R.Valsan , Zürich
      Ich war in der RS auch ne Woche dort oben... ist ne schöne Gegend, aber man hat nicht wirklich viele Dinge die man da am Abend unternehmen kann... ausser den Berg hinauflaufen. Die Asylanten sind da ziemlich abgeschottet... und mehr als Umweltverschmutzung oder dem Bauer den Käse stehlen können sie nicht wirklich anstellen.