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Legende: Audio Markus Fischer: «Wir können doch nicht warten bis 2060» abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 16.04.2019.
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«Sauerei» in Gewässern Überlaufende Kläranlagen ärgern Luzerner Fischer

Bei starkem Regen vermögen die Kläranlagen nicht alles Wasser zu reinigen. «Eine Sauerei», findet der Fischereiverband.

Bei starkem Regen können die Kläranlagen im Kanton Luzern überlastet sein. Dann wird jeweils nicht mehr das gesamte Abwasser gereinigt. Die sogenannte Überlastmenge fliesst ungefiltert in Flüsse und Seen - Abfälle wie etwa Toilettenpapier wird entweder weggeschwemmt oder sammelt sich an den Rechen vor den Kanalisationsrohren.

Für den Fischereiverband des Kantons Luzern ist dieser Zustand nicht haltbar. «Es ist eine Sauerei und alle schauen weg», ärgert sich Verbandspräsident Markus Fischer. Sein Verband habe die letzten Jahre wiederholt darauf hingewiesen. Passiert sei jedoch nichts.

Sowohl beim Kanton wie bei den Gemeinden reagiert man mit Achselzucken.
Autor: Markus FischerPräsident Fischereiverband Kanton Luzern

Das lässt Patrick Graf, die zuständige Fachperson beim Kanton Luzern, so nicht gelten. Zwar stimme es, dass die Kläranlagen bei Hochwasser nicht das gesamte Wasser reinigen könnten, untätig sei man jedoch nicht. «Eine Kanalisation hat eine Lebenserwartung von etwa 80 Jahren», sagt Graf, «somit ist klar, dass diese nicht von heute auf morgen umgerüstet werden können.»

Eine Kanalisation hat eine Lebenserwartung von etwa 80 Jahren.
Autor: Patrick GrafTeamleiter Entsorgung Kanton Luzern

Tatsache sei, dass im Kanton Luzern das gesamte Abwasser aus den Siedlungen zusammen mit dem Regenwasser in die Kläranlagen geführt werde. Bei getrennten Kanalisationen würde sich die anfallende Regenmenge stark reduzieren, erklärt Patrick Graf.

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