SBB-Strecke am Zugersee wird schneller ausgebaut und erneuert

Nur anderthalb Jahr statt zwei Jahre - so lange soll die Bahnlinie zwischen Zug und Arth-Goldau für die Bauarbeiten gesperrt werden. Ausserdem kostet das Projekt dank Optimierungen rund zehn Millionen Franken weniger als ursprünglich geplant.

Gleisarbeiter beseitigen Erdrutsch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erdrütsche wie dieser, im Jahr 2008, sollen die SBB-Strecke am östlichen Zugerseeufer nicht mehr gefährden. Keystone

Der Doppelspurausbau bei Walchwil und die Erneuerung der über hundert Jahre alten Infrastruktur bedingen eine Sperrung der Strecke, so die SBB. Allerdings habe nun die genauere Planung gezeigt, dass die Arbeiten in anderthalb Jahren und für 190 Millionen Franken machbar seien.

Widerstand aus dem Zuger Parlament

Die Zuger Regierung unterstützt den Plan der SBB, die Strecke zu sperren und den Nord-Süd-Zugsverkehr während anderthalb Jahren über Rotkreuz umzuleiten. Bei Zuger Parlamentariern stösst dies aber auf Kritik: Eine Sperrung sei bloss die günstigste Variante für die SBB und nicht im Sinne der Bevölkerung.

Die SBB weist in der jüngsten Mitteilung darauf hin, dass die Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau erst 2017 gesperrt werde, nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Durch diese verkürze sich die Fahrzeit von Zürich nach Bellinzona um etwa 25 Minuten. Ausserdem ermögliche der Doppelspur-Ausbau bei Walchwil den Halbstundentakt im Nord-Süd-Fernverkehr.