Schelte für die Urner Regierung wegen Stollen-Verkauf in Erstfeld

Die Urner Regierung musste sich geharnischte Kritik aus allen Fraktionen des Parlaments anhören. Der Verkauf des ehemaligen Militärstollens Ripshausen sei nicht korrekt erfolgt, nicht alle Bieter seien gleich behandelt worden. Am Verkauf ändert die Kritik aber nichts.

Mit einem Transparent protestiert der unterlegene Bieter gegen die Urner Regierung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor der Debatte protestierte der unterlegene Bieter Arnold Dittli gegen die Urner Regierung. SRF

Die Urner Regierung habe beim Verkauf des Stollens bei Erstfeld die Korporation Uri bevorzugt. So das Fazit der Staatspolitischen Kommission zu einer Beschwerde, welche die unterlegenen Bieter eingereicht hatten.

Die Regierung hatte der Korporation ein Vorkaufsrecht erteilt und dies nicht bekannt gegeben. Ausserdem durfte die Korporation ihr Angebot nachbessern, nachdem ein attraktiveres Gebot auf dem Tisch lag.

Im Parlament fielen aus allen Fraktionen harsche Worte über diese Verkaufsabwicklung. Allerdings ist der Verkauf breits im Grundbuch eingetragen.

Die Staatspolitische Kommission empfiehlt der Regierung künftig mehr Transparenz.

Landesstatthalterin Heidi Z'graggen bedauerte im Namen der Regierung die Mängel im Verfahren. Der für den Verkauf verantwortliche Baudirektor Markus Züst erklärte, er habe keine unlauteren Absichten verfolgt.