Schindler Betriebsversammlung fordert Frühpensionierungen

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler soll den geplanten Abbau von 120 Stellen in Ebikon ohne Kündigungen, sondern mit Frühpensionierungen realisieren. Dies fordert die Betriebsversammlung. Für die verbleibenden 80 Stellen soll eine Arbeitsplatzgarantie gelten.

Hauptsitz des Liftherstellers Schindler in Ebikon Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Betriebsversammlung des Schindler Konzerns in Ebikon fordert Frühpensionierungen anstatt Kündigungen. Keystone

Die über 150 Angestellten von Schindler haben am Dienstag eine Betriebsversammlung abgehalten. Dies teilten die Personalkommission des Unternehmens sowie die Gewerkschaften Unia und Syna mit. Dabei wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet, die einen vollständigen Verzicht auf Kündigungen verlangt.

Frühpensionierungen würden 40 Millionen kosten

Gefordert wird, dass Schindler allen Arbeitnehmern am Standort Ebikon - und nicht nur jenen der vom Stellenabbau betroffenen Division - eine Frühpensionierung ab 58 anbietet. Damit könnten nicht nur ältere Arbeiter vor der Arbeitslosigkeit bewahrt werden, sondern es würden auch interne Verschiebungen für jüngere Arbeitnehmer ermöglicht, deren Stellen ebenfalls aufgehoben würden.

Die Betriebsversammlung rechnet, dass mindestens 120 Frühpensionierungen nötig sind. Diese dürften 40 Millionen Franken kosten.

Auf Dividende verzichten

Schindler will bis Ende 2017 die Produktion in Ebikon neu ausrichten. Das Werk, das bislang Komponenten für Aufzüge für den globalen Markt produzierte, soll zu einem Kompetenzzentrum für Spezialanfertigungen werden. Von den 200 Stellen können noch 80 erhalten werden.

Die Betriebsversammlung fordert für diese 80 Stellen eine Arbeitsplatzgarantie. Zudem solle im Sinne einer Opfersymmetrie auf Dividendenzahlungen verzichtet werden.