Schindler mit Rekurs gegen EU-Busse abgeblitzt

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler, mit Sitz in Ebikon, ist mit seinem Rekurs gegen eine Busse wegen Kartellabsprachen auch vor dem höchsten Gericht der EU gescheitert. Der Europäische Gerichtshof hat das Urteil des Gerichts der Europäischen Union bestätigt.

«Mit seinem heutigen Urteil weist der Gerichtshof das gesamte Vorbringen der Schindler-Gruppe zurück und erhält die verhängten Geldbussen aufrecht», erklärte der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg.

Schindler bedauert den Entscheid und will das Urteil umfassend analysieren, wie es in einem Communiqué heisst.

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EU: hohe Busse gegen Lift-Hersteller

1:09 min, aus 10vor10 vom 21.2.2007

Die Busse von 143,7 Mio. Euro hat das Unternehmen bereits 2007 bezahlt. Die EU-Kommission büsste neben Schindler auch die Lifthersteller ThyssenKrupp, Otis und Kone, weil sie von 1995 bis 2004 in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden Aufträge aufgeteilt und illegale Preisabsprachen getroffen haben sollen.

Schindler hatte 2005 begrenzte Verstösse in einzelnen EU-Ländern zugegeben, europaweite Wiederhandlungen aber bestritten. 2011 bestätigte das Gericht der Europäischen Union die von der EU-Kommission verhängten Bussgelder.