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Schliessung Pavatexwerk Cham Verlust für die Zentralschweizer Holzbranche

Legende: Audio Reaktionen auf die Schliessung des Pavatex-Werks in Cham abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
02:37 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 09.01.2019.

Die Schliessung des Werks der Firma Pavatex in Cham und damit auch der Verlust von Arbeitsplätzen in der Holzindustrie lösen in der Branche Betroffenheit aus.

Die Pavatexplatte aus einheimischer Holzfaser ist ein wichtiger Bestandteil beispielsweise bei der Isolation von Giebeldächern, aber auch bei Fassadenisolationen. Bei Herzog-Elmiger, Grosshändler von Baustoffen für die Holzbranche, spricht man von einem Verlust.

Es ist schade, dass wir ein weiteres Werk in der Schweiz verlieren. Pavatex hatte immer den Bonus des Schweizer Holzes. Jetzt müssen wir das Produkt im Ausland beziehen.
Autor: André HerzogTeilhaber Herzog-Elmiger AG

Die Pavatex-Produkte werden zwar weiterhin hergestellt - einfach im Ausland. Dabei kommt auch kein Schweizer Holz mehr zum Einsatz. Das Pavatex-Werk im Elsass ist laut Angaben der Firma vom Abbau nicht tangiert.

Problem für Holzlieferanten

Nicht nur für den Handel oder die Kunden wie Schreinereien und Holzbaufirmen hat die Schliessung des Werks Folgen: Auch, wer bis anhin minderwertiges Holz an die Pavatex liefern konnte, hat jetzt ein Problem.

Diese Lieferanten haben einen Abnehmer weniger. Sie müssen das Holz entweder anderweitig an einen grossen Verwerter oder zur Energienutzung verkaufen. Verbrennen ist jedoch eine kurzfristige Nutzung des Holzes.
Autor: Pirmin JungPräsident Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz

Viel sinnvoller sei es, auch das minderwertige Holz in Form von Holzfaser- oder Spanplatten in Gebäuden einzubauen und so das CO2 langfristig zu binden.

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