Schmolz+Bickenbach schreibt 2013 weiteren Verlust

Der Emmer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach bleibt in den roten Zahlen. Das Unternehmen musste 2013 einen Verlust hinnehmen von rund 84 Millionen Euro. Ab 1. April übernimmt Clemens Iller die Position des Geschäftsführers.

Stahlproduktion in einer grossen Halle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Blick in die Verarbeitungshallen beim Emmer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach. SRF

Unter dem Strich bleiben beim Emmer Stahlkonzern nach wie vor rote Zahlen, der Verlust konnte aber eingedämmt werden. Während 2012 noch ein Minus von 162,8 Millionen Euro resultierte, beträgt der Verlust nun noch 83,7 Millionen Euro. Der Grund für das bessere Ergebnis sei der Wegfall steuerlicher Sondereffekte im Vorjahr, heisst es in einer Medienmitteilung des Konzerns. Die Umsatzerlöse gingen aufgrund des tieferen Preisniveaus um 8,5 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro zurück.

Ebenfalls am Donnerstag gab Schmolz+Bickenbach bekannt, dass Clemens Iller ab dem 1. April neuer Firmenchef wird. Iller war bis Ende 2012 im Management des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp tätig. Er werde das Unternehmen gemeinsam mit dem Finanzchef Hans-Jürgen Wiecha führen, der Ende Dezember das Amt des Firmenchefs interimistisch übernommen hatte.

Der frühere Konzernchef Johannes Nonn verliess das Unternehmen per Ende 2013 mit Verweis auf eine Klausel in seinem Arbeitsvertrag, die bei einem Besitzerwechsel greift. Ein solcher hatte bei Schmolz+Bickenbach 2013 stattgefunden: Nach einem monatelangen Machtkampf hatten die Erben der Firmengründer und die Kapitalgesellschaft Renova des russischen Industrieinvestors Viktor Vekselberg einen Sieg über den damaligen Verwaltungsrat davongetragen.