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Schneller vor Ort Zentralschweizer Rettungsdienste arbeiten zusammen

Dank einem gemeinsamen Fahrzeugpool können die Rettungsfahrzeuge in gewissen Fällen schneller am Einsatzort sein.

In der Zentralschweiz sollen die Ambulanzen nach einer Alarmierung schneller am Einsatzort eintreffen. Die Kantonsspitäler Luzern, Uri, Obwalden und Nidwalden wollen für ihre Ambulanzen deswegen gemeinsame Fahrzeuge bereitstellen.

Optimierung kann Leben retten

Die Ambulanzen der vier Kantonsspitäler rücken pro Jahr rund 21'000 Mal aus. Eine Modellrechnung habe gezeigt, dass durch eine verbesserte Koordination und Positionierung der Rettungsfahrzeuge die Helfer in rund 1000 Fällen schneller am Einsatzort sein könnten, teilten die Kantonsspitäler mit. Die Optimierung könne die Rettung eines Menschenlebens bedeuten.

Es geht darum das Angebot der vorhanden Rettungsressourcen der Nachfrage anzupassen.
Autor: Andreas GattikerDirektor Kantonsspital Obwalden

Das Ziel sei es, in einer Viertelstunde beim Patienten zu sein, sagt Andreas Gattiker, Direktor des Kantonsspitals Obwalden. In rund 80 Prozent der Fälle werde dieser Wert erreicht, man wolle aber diesen Wert nun verbessern.

Verbesserungspotential vorhanden

In einer Studie der Fachhochschule St. Gallen wurden alle Daten der Einsätze der Rettungsdienste während eines Jahres gesammelt und anschliessend ausgewertet. Die Studie unter der Leitung von Christoph Strauss hat herausgefunden, dass während der Nacht viele Fahrzeuge leer stehen, Engpässe gibt es dagegen am Vormittag und am Vorabend.

In der Nähe von Autobahnen ist das Gebiet, das eine Ambulanz abdecken kann, riesig.
Autor: Christoph StraussProjektleiter Fachhochschule St. Gallen

Das Pilotprojekt «Rettungsdienst Zentralschweiz» startet im September und dauert bis Ende 2019. Es sieht vor, die Arbeitspläne der gut 220 Rettungssanitäter aufeinander abzustimmen und die 19 Ambulanzen effizienter einzusetzen.

Die Ambulanzen aus dem Pool werden die Rettungsdienststandort Luzern und Stans verstärken und neu auch im Feuerwehrstützpunkt Emmenbrücke stationiert sein. Die übrigen Rettungsdienststandorte blieben erhalten, heisst es in der Mitteilung.

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