Schwyz: Noch keine neuen Standplätze für Fahrende gefunden

Der Kanton Schwyz sucht intensiv neue Standplätze für Schweizer Fahrende. Die Regierung hat deshalb 1600 Briefe an Landwirte verschickt, mit der Bitte, geeignete Plätze zur Verfügung zu stellen. Doch bis jetzt ist noch kein einziges Angebot eingegangen.

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Bildlegende: Im Kanton Schwyz gesucht: Standplätze für Fahrende, wie in Kriens im Kanton Luzern. Keystone

Dass das Schreiben an die Landwirte bis jetzt noch keine Resonanz gefunden habe, erklärt sich Peter Reichmuth vom Schwyzer Volkswirtschaftsdepartement mit der Arbeitslast der Landwirte: «Sie konnten sich wohl noch nicht um die Korrespondenz kümmern.» Man habe aber immer noch die Hoffnung, dass Angebote für Standplätze eingehen.

Spontanhalt ermöglichen

Gesucht sind Orte für einen sogenannten Spontanhalt. Erfahrungsgemäss würden die Fahrenden zwei bis drei Wochen bleiben und dann weiterziehen. Leider bestünden noch immer gewisse Vorurteile den Fahrenden gegenüber. Auf solchen Plätzen habe es aber eigentlich noch nie Probleme gegeben, sagt Reichmuth: «Zum Teil kehren die Fahrenden jedes Jahr an die gleichen Orte zurück.»

Beim Kanton Schwyz sucht man weiter nach geeigneten Standplätzen, sagt Peter Reichmuth: «Sie sollten rund 1500 Quadratmeter gross sein, eine frisch abgemähte Wiese zum Beispiel oder auch Kiesplätze.» Landwirte, die Plätze zur Verfügung stellen, werden von den Fahrenden direkt entschädigt.