Hochschule Rapperswil Schwyz will nicht zum Beitragszahler ohne Mitsprache werden

Werden die drei St. Galler Fachhochschulen zusammengelegt, will Schwyz seine Beziehung überdenken. Der Schwyzer Regierungsrat befürchtet, er könnte zum Beitragszahler degradiert werden.

Modernes Gebäude einer Schule - im Vordergrund eine Blumenwiese. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das neue Forschungszentrum der Fachhochschule Rapperswil wurde im Frühling 2016 eröffnet. Keystone

Der Kanton St. Gallen muss auf Druck des Bundes seine drei Fachhochschulen Buchs, Rapperswil und St. Gallen effizienter organisieren. Dies hat auch Auswirkungen für den Kanton Schwyz, der an der Trägerschaft der Hochschule Rapperswil beteiligt ist.

Drei Schulen sollen zusammengelegt werden

Der St. Galler Regierungsrat schlägt deshalb vor, die drei Schulen unter einer Leitung zusammenzuführen. Mit den heute mitbeteiligten Kantonen Thurgau, Schwyz, Glarus und den beiden Appenzell sowie dem Fürstentum Liechtenstein soll eine Vereinbarung abgeschlossen werden. St. Gallen als Standortkanton würde den Lead übernehmen.

Der St. Galler Kantonsrat wird im September 2017 das weitere Vorgehen beschliessen.

Nur noch Beitragszahler?

Im Fall einer Zusammenlegung der drei Schulen, befürchtet die Schwyzer Regierung, dass der Kanton weitgehend zum Beitragszahler degradiert würde und nur geringe Mitsprachemöglichkeiten hätte. Das schreibt die Regierung in einer Antwort auf eine kleine Anfrage aus dem Parlament.

Wie sich der Kanton Schwyz in diesem Fall gegenüber der Hochschule in Rapperswil verhalten will, ist noch nicht klar. Die Situation müsste neu beurteilt werden.

Aus historischen, wirtschaftlichen und geografischen Gründen fokussiere Schwyz einzig auf die Fachhochschule in Rapperswil. 2015 studierten 134 Personen aus dem Kanton Schwyz an einer St. Galler Fachhochschule. 120 davon waren in Rapperswil immatrikuliert.