Schwyzer Fernwärmenetz wächst weiter

Die «Agro Energie Schwyz AG» plant den weiteren Ausbau ihres Fernwärmenetzes. Zusätzlich zu den Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Morschach und Steinen soll in vier Jahren auch die Gemeinde Arth folgen. Dafür soll eine 10 Kilometer lange Leitung verlegt werden.

In einem grossen Heizkessel brennt Holz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Heizkesseln wird Abfallholz verbrannt und so Strom erzeugt. Die entstehende Abwärme wird ins Fernwärmenetz gespiesen. ZVG

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Was ist Fernwärme?

Bei einem Fernwärmenetz wird die Wärme nicht in jedem Gebäude, sondern zentral für eine Region erzeugt. In Form von Warmwasser gelangt sie in Betriebe und Haushalte. Das abgekühlte Wasser wird daraufhin zurück in die Energiezentrale geleitet, wo es erneut erhitzt wird.

Um die Entwicklung der Agro Energie Schwyz AG weiter voranzutreiben, wurde das endgültige Versorgungsgebiet definiert: Zusätzlich zu den Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Morschach soll im Jahr 2020 auch die Gemeinde Arth ans Netz angeschlossen werden.

Gespräche laufen

Mit der dem Gemeinderat von Arth seien dazu bereits erste Gespräche geführt worden, schreibt die Agro Energie Schwyz AG in einer Mitteilung. Auch mit der Unterallmeind-Korporation Arth (UAK) sei man im Gespräch, heisst es weiter. Die UAK betreibt als grosse Waldbesitzerin auch Holzschnitzelfeuerungen und Wärmeverbünde.

Leitung nach Arth lohnt sich

Eine 10 Kilometer lange Leitung nach Arth zu verlegen, «lohnt sich», sagt Urs Rhyner, Leiter Strategie und Innvation. Es bestehe zwar ein gewisser Wärmeverlust, aber die Technik habe diesbezüglich «grosse Fortschritte» gemacht. Wenn aus Holz nicht nur Wärme, sondern auch Strom produziert werde, sei eine längere Leitung «sinnvoll».