Schwyzer Privatschulen wehren sich gegen Kürzungen

Der Kanton Schwyz will bei den Vergütungen für private Mittelschulen insgesamt 2,5 Millionen Franken sparen. Bei den betroffenen drei Privatschulen stossen diese Vorschläge auf massive Kritik. Der Kanton sei kein verlässlicher Bildungspartner mehr, heisst es in ersten Reaktionen.

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Bildlegende: Beim Theresianum Ingenbohl sollen die jährlichen Beiträge um über eine Million Franken reduziert werden. Keystone

Im Kanton Schwyz gibt es fünf Mittelschulen, drei davon sind privat. Ein Abkommen sieht vor, dass der Kanton Beiträge zahlt, wenn die Schulen Mittelschülerinnen und -Schüler aus dem Kanton unterrichten. "Eine Kürzung dieser Beiträge gefährden die Existenz dieser Schulen", erklärt Johannes Eichroth, der designierte Rektor der Stiftsschule Einsiedeln. Ein Fünftel der Beiträge würde gestrichen.

Verärgert und enttäuscht

Verärgert ob der erneuten Sparrunde ist auch Christoph Schmitt, der Rektor des Gymnasiums Immensee: "Wir fragen uns, wie verlässlich der Kanton Schwyz als Bildungspartner noch ist." Ins gleiche Horn stösst auch der Rektor der dritten privaten Mittelschule, Clemens Gehrig vom Theresianum Ingenbohl: "Dieser Kahlschlag ist ein Eigentor für die Bildungslandschaft des Kantons."

Die drei Rektoren wollen sich gemeinsam gegen die Sparübungen der Schwyzer Regierung wehren und bei den Kantonsparlamentariern lobbyieren. Eine bildungspolitische Diskussion im Kanton Schwyz sei überfällig, sind sie sich einig.