Schwyzer und Urner Regierungen sind gegen ein Urschweizer Bistum

Im Kanton Schwyz steht die Regierung der Gründung eines neuen Bistums Urschweiz kritisch bis ablehnend gegenüber. Dies hält sie in einer Umfrage des Churer Bischofs Vitus Huonder fest. Am Donnerstag sprach sich auch die Urner Regierung für die Beibehaltung des Bistums Chur aus.

Beichtstuhl in der Kirche Bürglen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der katholischen Kirche diskutiert man, ob aus dem Bistum Chur zwei Bistümer werden sollen. Keystone

Im März hatte der der Churer Bischof Vitus Huonder eine Umfrage gestartet zur möglichen Schaffung zweier neuer Bistümer Zürich und Urschweiz. Die Schaffung eines Bistums Zürich war 2012 im Kanton Zürich neu aufgegleist worden. Die Schwyzer Regierung fürchtet durch die isolierte Abtrennung von Zürich ein Ungleichgewicht im Bistum und hat Vorbehalte hinsichtlich der wirtschaftlichen Tragbarkeit eines kleinen Bistums Urschweiz.

Bereits am Donnerstag sprach sich auch der Urner Regierungsrat für die Beibehaltung der heutigen Bistumsgrenzen aus. Die Regierung erkenne derzeit kein echtes Bedürfnis für ein Bistum Urschweiz. Bei einer Abspaltung könnten bestehende Kooperationen und Synergien entfallen. Es bestünde die Gefahr, dass die Katholiken stärker finanziell belastet würden.

Auch die Kantonalkirche Schwyz hat sich gegen ein Bistum Urschweiz ausgesprochen.