Seetalplatz in Emmen wird zur Grossbaustelle

2014 geht es los mit den Bauarbeiten am Seetalplatz in Emmen. Der Kanton Luzern empfiehlt den Autofahrern, den Seetalplatz grossräumig zu umfahren. Das Emmer Gewerbe befürchtet einen «Super-GAU.»

Luftaufnahme vom Seetalplatz in Emmen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Verkehrsströme auf dem Seetalplatz in Emmen werden neu organisiert, der Platz wird zur Grossbaustelle. ZVG

Der Seetalplatz in Emmen wird täglich von bis zu 62'000 Fahrzeugen befahren. Ab 2014 wird der Verkehrsknoten komplett umgestaltet. Dabei kommt es zu einer einschneidenden Sperrung: Die Reusseggstrasse, welche die alte Autobahnausfahrt Emmen Süd und den Seetalplatz verbindet, wird komplett gesperrt.

Diese Sperrung beginnt im März 2014 und dauert voraussichtlich bis Oktober 2015. Grund für die Sperrung ist der Bau der Unterführung unter der Bahnlinie und der neuen Strasse.

Sorgen beim Emmer Gewerbe

Die Arbeiten am Seetalplatz beginnen im Juni 2014. Der Verkehrsknoten bleibt zwar befahrbar, allerdings muss mit Einschränkungen und veränderten Linienführungen gerechnet werden. Pförtneranlagen sollen dafür sorgen, dass der Verkehr auf dem Seetalplatz nicht kollabiert.

Plan mit eingezeichneten Pförtneranlagen rund um Luzern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pförtneranlagen (rote Tore) werden den Verkehr um Luzern regulieren. Der Kanton empfiehlt Umfahrungen (grün). ZVG

Das Emmer Gewerbe befürchtet das Schlimmste. «Das wird der Super-GAU», ist Hansruedi Schuhmacher von der Firma Also überzeugt. «Alle werden sich den Weg durch Emmen erkämpfen müssen.»

Ähnliche Befürchtungen hegen auch die Emmer Behörden. An einer Informationsveranstaltung sagte der Emmer Bauchef Josef Schmidli: «Die Bauarbeiten rund um den Seetalplatz sind ähnlich komplex wie eine Operation am offenen Herz.»

Andreas Heller, Abteilungsleiter Verkehrstechnik im Kanton Luzern, versteht die geäusserten Befürchtungen. Änderungen seien jedoch nicht vorgesehen, da diese das ganze Projekt verlängern und verteuern würden.