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Schwyzer Kandidaten und Parteien setzen notgedrungen andere Akzente im Wahlkampf
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.04.2020.
abspielen. Laufzeit 06:44 Minuten.
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Showdown auf Distanz Schwyzer Wahlkampf aus dem Homeoffice

Beim zweiten Wahlgang für die Kantonsregierung und bei den Bezirks- und Gemeindewahlen ist Kreativität gefragt.

Instagram-Posts statt Händeschütteln und «Bhaltis» verteilen auf dem Dorfplatz – der Wahlkampf verlagert sich wegen Corona ins Internet und auf die Zeitungsseiten. Aber auch die Plakate am Strassenrand erhalten in Zeiten von Social Distancing wieder mehr Gewicht.

Das gilt sowohl für den zweiten Wahlgang der Regierungswahlen im Kanton Schwyz als auch für den ersten Wahlgang der Bezirks- und Gemeinderatswahlen. Beide finden am 17. Mai satt. Die Umstände zwangen die Schwyzer Parteien und Kandidaten dazu, im Wahlkampf umzudenken.

Zum Beispiel Christoph Räber. Er lebt in Freienbach und möchte dort für seine Partei, die FDP, bei einer Kampfwahl gegen drei Konkurrenten den Sitz des abtretenden Vize-Gemeindepräsidenten verteidigen. Nun hat Räber aber ein Problem: Er kann nicht auf die Strasse, die Leute bei Standaktionen umwerben und von seiner Person zu überzeugen versuchen. Und auf seinen Giveaways, den kleinen Geschenken, bleibt er auch sitzen. Über Social Media will er nun versuchen, sie trotzdem loszuwerden. Wahlkampf aus dem Homeoffice – eine mässig prickelnde Angelegenheit.

Wählerinnen und Wähler mobilisieren

Im inneren Kantonsteil möchte Roland Müller für die SVP Bezirksrat im Bezirk Küssnacht werden. Müller setzt in der aktuellen Situation auf den klassischen Wahlkampf – auf das Wahlplakat am Strassenrand. Auch er beschäftige sich mit Social Media wie Facebook und Co. Nur sei der Rücklauf auf diesen Plattformen aktuell eher dürftig. «Im Moment haben die Leute andere Probleme als Wahlen», sagt er.

Anders sieht dies Mathias Bachmann, der Wahlkampfleiter der kantonalen CVP. Er soll dafür sorgen, dass CVP-Kandidat Sandro Patierno den Sitz in der Schwyzer Regierung im zweiten Wahlgang verteidigen kann. Plakate – ja – aber Social Media seien ein wichtiger Kanal für diesen Wahlkampf. Und viel wichtiger sei sowieso, dass man die Leute überhaupt dazu bringe, an die Urne zu gehen.

Wahlkampf über das Telefon

Hier greift die SP, die Partei von Michael Fuchs, dem Konkurrenten beim Kampf um den letzten Sitz im Regierungsrat, zu einem althergebrachten Kommunikationsmittel, dem Telefon. Wahlkampfleiter Walter Schönbächler meint: «Wir halten unsere Mitglieder dazu an, dass sie in ihrem persönlichen Umfeld Werbung machen – per Telefon, WhatsApp oder SMS.»

Ihm fehlen die 1:1-Begegnungen zwischen Wählerschaft und Kandidierenden. Keine Podiumsveranstaltungen, keine Standaktionen. Vier Wochen bleiben den Kandidierenden und den Parteien noch, um mit ihren potenziellen Wählerinnen und Wählern in Kontakt zu kommen, in diesem etwas anderen Wahlkampf.

Regionaljournal Zentralschweiz, 15. April 2020, 17:30 Uhr;

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