Sika-Angestellte wehren sich gegen Saint-Gobain

Leitende Angestellte des Baustoffkonzerns Sika haben sich mit einem offenen Brief an die Führung von Saint-Gobain gewendet. In diesem fordern sie den Chef des französischen Unternehmens auf, den Entscheid zum Kauf von Sika zu überdenken.

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Bildlegende: Sika-Angestellte wollen Saint-Gobain überzeugen, dass eine Übernahme für keines der beiden Unternehmen von Vorteil sei. Keystone

Bedenken haben die insgesamt 106 leitenden Angestellten gemäss dem Brief vor allem wegen den unterschiedlichen Führungskulturen. Sika wachse darum so schnell, weil es ein dezentral geführtes Unternehmen sei, in dem die Länderchefs grosse unternehmerische Freiheit genössen.

Saint-Gobain dagegen werde zentralistisch und bürokratisch geführt. Entsprechend langsam agiere das Unternehmen. Der Geschäftserfolg sei wenig überzeugend, heisst es in dem Brief. Wie die Nachrichtenagentur sda schreibt, liegt der Brief der Agentur vor.

Eine Zusammenführung der Unternehmen würde darum Sika ernsthaft schaden.
Die Unterzeichner des Briefs bitten deshalb den Chef von Saint-Gobain, die Kaufpläne zu überdenken. «Eine Übernahme ist für keines der beiden Unternehmen von Vorteil.»