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Zentralschweiz Silenen will kein Asylzentrum im Neat-Bauarbeiter-«Dörfli»

Das Barackendorf der Neat-Baustelle in Amsteg böte ideale Voraussetzungen für eine grössere Asylunterkunft. «Wir haben die Variante sehr intensiv geprüft», sagt Regierungsrätin Barbara Bär. Die Gemeinde Silenen hat aber eine Absage erteilt.

Die Kantine von innen.
Legende: Die Arbeiter-Grossunterkunft hat Infrastrukturen wie Aufenthaltsräume, Speisesäle und Grossküche. SRF

Das Barackendorf der Neat-Baustelle in Amsteg bietet Platz für rund 200 Personen, es hat Ess- und Aufenthaltsräume und eine Grossküche. «Die Variante Amsteg hat man intensiv geprüft, es haben viele Gespräche stattgefunden, aber die Gemeinde erteilt keine temporäre Baubewilligung für eine Asylunterkunft», sagt Sozialdirektorin Barbara Bär gegenüber Radio SRF.

Nicht zonenkonform

Der Gemeindepräsident von Silenen-Amsteg-Bristen, Hermann Epp, erklärt, dass ein solches Projekt nicht bewilligt werde könne, da es nicht zonenkonform sei. «Wegen Starkstromleitungen darf man sich nicht für längere Zeit auf diesem Areal aufhalten», sagt Epp, bei den Arbeitern sei das weniger ein Problem gewesen, da sie immer wieder im Tunnel waren.

Entwicklungsgebiet

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat sich das Areal bereits gesichert und will für die künftigen Bauarbeiten an der zweiten Gotthard-Strassenröhre bereit sein. Aber auch die Gemeinde Silenen hat Pläne: «Das Gebiet ist für uns der Entwicklungsschwerpunkt um Industrie ansiedeln zu können», sagt Hermann Epp.

Zudem müsse man auch berücksichtigen, dass die Einwohner die letzten 20 Jahre mit der Grossbaustelle schon sehr belastet worden seien. Die Gemeinde Silenen hatte aus diesen verschiedenen Gründen im Februar entscheiden, keine temporäre Baubewilligung für eine Asylunterkunft zu erteilen.

Arbeitersiedlung wird abgerissen

Das Barackendorf in Amsteg war nur temporär bewilligt. Die zuständige Alptransit Gotthard AG bestätigt, dass spätestens Ende März 2017 die Grossunterkunft abgerissen sein wird.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    4 (!) Mal stellte ich zu diesem Bericht die Frage in den Raum, warum das Barackendörflich oberhalb Amsteg mit der Kantine für Asylanten nicht zonenkonform sei und vorher wohnten und assen dort 15 Jahre lang viele NEAT-Bauarbeiter problemlos (unter der Starkstromleitung)! Habe ich damit wirklich das Netiquette verletzt?
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    1. Antwort von SRF News
      Die Frage stellte sich natürlich auch uns. Die Antwort des Gemeindepräsidenten können Sie in beiden Audios nachhören. Kurz zusammengefasst: Im Gegensatz zu den Arbeitern würden sich die Flüchtlinge dauerhaft auf dem Areal aufhalten.
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