Skifahren mal anders

Anstatt Schneehänge hinunter zu rasen, kann man sich beim Snow-Kiten vom Wind auf den Berg tragen lassen. Dazu braucht es nicht viel Material, dafür umso bessere Wetterkenntnisse.

Zwei Snowkiter im Bündnerischen Maighelstal. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rund 4000 Leute betreiben in der Schweiz die Sportart Snow-Kiten. ZVG

Ganz ohne Kraft und mit der richtigen Technik kann man sich beim Snow-Kiten vom Wind den Berg hinauf tragen lassen. Dazu braucht man ein Kite (Segel), ein Trapez, an welchem man den Kite befestigt und eine Skiausrüstung. «Die Zusammenarbeit mit dem Wind ist eine Art Harmonie. Sich auf dem Schnee so zu bewegen ist eine riesige Befriedigung», sagt der Luzerner Kite-Instruktor Heinz Hrovat gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Um an steilen Hängen mit dem Kite zu fahren, braucht es aber schon einige Erfahrungen im Snow-Kiten. Darum übt man zuerst auf flachem Terrain, zum Beispiel auf einem zugefrorenen See.

«Man segelt oder surft über die Schneeflächen und kann auch einige Meter in die Luft springen«, erklärt Heinz Hrovat.

Snow-Kiten bleibt Randsportart

Auch wenn in der Schweiz rund 4000 Leute diesen Sport ausüben, wird Snow-Kiten in der Schweiz nie massentauglich werden. «Die Ansprüche an die Windverhältnisse und an das richtige Terrain sind zu gross. Es gibt in der Schweiz einfach zu wenig geeignete Orte», meint Heinz Hrovat.

In Schweden oder Norwegen hingegen ist die Sportart viel etablierter, da es wegen der Topographie mehr passende Flächen gibt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr