Sozialplan für Heimarbeiterinnen im Kanton Uri

Im Herbst 2013 hat der Urner Regierungsrat entschieden, die Heimarbeit per Ende 2014 aus wirtschaftlichen Gründen aufzugeben. Nun konnte für einen Teil der Heimarbeiterinnen eine Nachfolgelösung gefunden werden.

Eine Frau sitzt an einer Nähmaschine. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für die Urner Heimarbeiterinnen gibt es teilweise Nachfolgelösungen. Keystone

Seit dem Entscheid hat eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des Volkswirtschaftsdirektors die Auflösung vorbereitet und abgeklärt, ob ein Teil der 39 Angestellten der Heimarbeit von anderen Organisationen übernommen werden könnte. Der Arbeitsgruppe sei es gelungen, den Aufbau einer allfälligen Nachfolgelösung auf privatrechtlicher Basis für die Heimarbeit Uri zu unterstützen, schreibt der Kanton Uri in einer Mitteilung am Dienstag.

Eine Mitarbeitende der Heimarbeit Uri werde fünf bisherige Angestellte übernehmen und bestehende Kundenaufträge weiterführen. Weitere Aufträge werden durch die Stiftung Behindertenbetriebe Uri in Schattdorf übernommen. Dadurch könne die Stiftung Textilarbeiten an bisherige Angestellte der Heimarbeit Uri vergeben. Alle Mitarbeitenden der Heimarbeit Uri würden zudem mittels Information und Betreuung bei der Stellensuche unterstützt.

Ende März 2014 stünden die ersten Kündigungen an, heisst es in der Mitteilung weiter. Es betrifft dies acht Mitarbeitende des Ateliers in Gurtnellen sowie des Textilateliers Uri. Die Kündigungen für die übrigen Mitarbeitenden erfolgten auf den 31. Dezember 2014. Die Heimarbeit Uri stellt seit 1946 etwa Bett- und Tischwäsche, Kleidungsstücke oder Fasnachtskleider her, bessert Militärkleider aus und bietet weitere Handarbeiten an.