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Legende: Audio Grossprojekt Spange Nord: Kantonsräte und Anwohner kritisieren die Regierung abspielen. Laufzeit 03:26 Minuten.
03:26 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 31.01.2019.
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Spange Nord Übergeht der Kanton Luzern die Anwohner?

Die Regierung hat den Auftrag, die Betroffenen miteinzubeziehen. Doch das tue sie nicht, kritisieren Stadtluzerner Kantonsräte.

Der Auftrag des Parlaments sei mehr als klar gewesen, sagt die grünliberale Kantonsrätin Claudia Huser. Im Mai 2018 hatte der Rat von der Regierung einstimmig verlangt, sie solle weitere Varianten für das umstrittene Strassenprojekt in der Stadt Luzern ausarbeiten lassen und die Kommunikation verbessern. Die Varianten würden geprüft, um die Kommunikation stehe es aber nach wie schlecht, findet Huser.

Bei einer Informationsveranstaltung habe der Kanton nur einseitig informiert, zu wirklichen Gesprächen mit den Betroffenen sei es nicht gekommen.

Dass die Betroffenen nicht nur in einem Monolog informiert werden, ist das Mindeste, was man erwarten kann.
Autor: Claudia HuserKantonsrätin, Grünliberale

Claudia Huser hat deshalb einen Vorstoss eingereicht, den nicht nur Spange-Nord-Gegner unterschrieben haben. Sondern unter anderem auch FDP-Kantonsrat Herbert Widmer. Auch er ist nicht begeistert von der regierungsrätlichen Kommunikation. Aber sie sei besser geworden. Und er relativiert auch: «Jetzt, in der Projektierungsphase, kann man nicht sagen: Die Bevölkerung macht mit.» Aber sie müsse mindestens gefragt werden, was sie für Möglichkeiten sehe, findet Widmer.

Ich erwarte schon, dass die Regierung viel offener wäre.
Autor: Herbert WidmerKantonsrat, FDP

Regierungsrat Robert Küng hat allerdings anfangs Woche im Parlament betont: Der Kanton wolle die Anwohner informieren, Mitsprache aber sei nicht vorgesehen. Doch währenddessen wächst der Widerstand.

Die Gegenbewegung, zu der sich Leute aus den betroffenen Quartieren zusammengeschlossen haben, wehrt sich grundsätzlich gegen das Strassenprojekt. Ihr Mediensprecher Felix Kaufmann sagt, ihnen bleibe nichts anderes übrig als Generalopposition: «Das Ausmass der Zerstörung, das die Spange Nord in den Quartieren zur Folge hätte, ist sehr, sehr gross.»

Die Spange Nord

Die Spange Nord ist Teil des Projekts Bypass, der geplanten, zusätzlichen Tunnel-Stadtautobahn in Luzern. Für den Bypass ist der Bund zuständig, für die Spange Nord hingegen der Kanton.

Geplant ist ein Anschluss an die bestehende Autobahn im Gebiet Lochhof. Um den zusätzlichen Verkehr zu schlucken, sollen die Zufahrtsstrasse vom Maihof ausgebaut und eine neue Brücke über die Reuss erstellt werden.

Mit der Spange Nord wollen Bund und Kanton den Agglomerationsverkehr auf die neue Stadtautobahn verlagern und so das Luzerner Stadtzentrum entlasten.

Zurzeit lässt der Kanton verschiedene Varianten prüfen. Diese Arbeiten sollen im Herbst beendet sein.

Mehr Informationen auf der Website des Kantons Luzern, Link öffnet in einem neuen Fenster.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
    es erscheint mir schwer zu glauben, dass da intelligente Leute hinter dem ganzen Alptraum stecken sollen, der hier geplant ist. Das Motto war wohl: Lasst uns den Rest der einst schönen Stadt auch noch kaputten.. Diese Spange Nord, wird in etwa so schlimm und schrecklich wie die heutige Autobahn mitten durch Luzern (über die Reuss) und an Emmenbrücke, Kriens und Horw vorbei. Geht das nicht ein wenig visionärer? Da glauben immer noch einige an die ungebremste Zukunft des Individualverkehrs
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