Stadt Luzern baut Sekundarschulen um

Ab 2016 sollen die Klassen der Sekundarstufe nicht mehr nach Niveaus getrennt, sondern gemischt geführt werden. Obwohl dieser Entscheid aus pädagogischen Gründen schon vor vier Jahren gefällt wurde, sorgt er nun bei der konkreten Umsetzung bei Eltern und Lehrerschaft für Unruhe.

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Bildlegende: Die Stadt Luzern will ab 2016 die Sekundarschulen integriert führen. Keystone

In der Stadt Luzern wird ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe in Niveau-getrennten Klassen unterrichtet. Das soll sich ab dem Schuljahr 2016/17 ändern. Bis in zwei Jahren sollen alle Klassen integriert geführt werden. In sämtlichen Klassen sollen Jugendliche mit unterschiedlicher schulischer Stärke vertreten sein.

Auch wenn dieser Grundsatzentscheid schon 2010 gefällt wurde, gibt er nun - im Rahmen der konkreten Umsetzung - bei Eltern und Lehrerschaft zu reden. Während die einen Bedenken äussern zur Förderung der Schüler, orten andere Sparmassnahmen.

Im Vordergrund stünden pädagogische Überlegungen, erklärt Rektorin Vreni Völkle, Fragen zur Chancengleichheit. Sie räumt aber ein, dass die Information über den Wechsel bei Lehrpersonen und Eltern, aber auch bei den Primar- und Berufsschulen, nicht optimal gelaufen sei.

Luzern hinkt hinterher

Zudem sei man bei der Umsetzung des Projekts etwas in Verzug. In anderen Gemeinden und Kantonen sei die integrierte Sekschule schon lange umgesetzt, sagt Völkle weiter. Luzern hinke da etwas hinterher.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.