Stadt Luzern bleibt weiter im Sparmodus

Die Stadt Luzern präsentiert für das Jahr 2014 zwar einen fast ausgeglichen Voranschlag. Für die Jahre 2015 - 2018 sieht die Stadt aber trotz Sparpaket und Steuererhöhung jährliche Defizite vor. Der Stadtrat will nun Massnahmen erarbeiten, um die Ertragskraft zu stärken.

Stadt Luzern mit Museggtürmen und Seefront. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz Sparpaket und Steuererhöhung sind die Finanzaussichten der Stadt Luzern weiterhin durchwachsen. Keystone

Bei einem Aufwand von 757,9 Millionen Franken und einem Ertrag von 757,4 Millionen Franken weist der Voranschlag für das nächste Jahr einen Aufwandüberschuss von 0,5 Mio. Franken aus. Der ordentliche Steuerertrag wird auf rund 295 Millionen Franken veranschlagt. Das heisst, der Stadtrat rechnet gegenüber dem Vorjahr mit einem Mehrertrag von 9,6 Millionen Franken.

Bei den Steuererträgen für das laufende Jahr wird mit einem Wachstum von 3,5% gerechnet. Zusätzlich wird bei den Juristischen Personen aufgrund der Halbierung der Unternehmenssteuern ein Kompensationseffekt von 4% erwartet.

Weitere Sparbemühungen

Für die Jahre 2015 bis 2018 weist die Finanzplanung in der Laufenden Rechnung jährliche Defizite zwischen 3,6 Mio. und 7,4 Mio. Franken aus. Dies obwohl in der Planung weiterhin mit einem kontinuierlichen Wachstum bei den Steuererträgen gerechnet wird.

Von einem Sparpaket will Finanzdirektor Stefan Roth aber nicht sprechen. «Es ist kein konventionelles Sparpaket, sondern der Stadtrat will sämtliche Annahmen, Prognosen und Aufgaben überprüfen.» Eine weitere Steuererhöhung sei zwar nicht vorgesehen, aber bei Einnahmenausfällen und weitere Steuergesetzrevisionen des Kantons «könnte es zum Thema werden», sagt Stefan Roth.