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Zentralschweiz Stadt Luzern soll Berufsfeuerwehr erhalten

Die Feuerwehr der Stadt Luzern wird teilweise zur Berufsfeuerwehr - so möchte es die Luzerner Stadtregierung. Gleichzeitig soll die heutige Feuerwehrtruppe um rund 80 Personen verkleinert und das Polizei-Löschpikett aufgehoben werden. Mehrkosten jährlich: rund 1,3 Millionen Franken.

Die neue Organisation

Die neue Berufsfeuerwehr soll auf drei Dienstgruppen aufgeteilt werden. Sie wird ständig mit sechs Berufsfeuerwehrleuten und zwei Pikett-Offizieren der Milizfeuerwehr im Einsatz stehen. Gearbeitet wird im Schichtbetrieb, wobei eine Schicht 24 Stunden dauert. Danach gibt es für die Schicht 48 Stunden Freizeit.

Seit über 100 Jahren ist in der Stadt Luzern das Polizei-Löschpikett im Einsatz. Es rückt jeweils mit vier Leuten aus, je nach Alarmmeldung ergänzt mit zwei Pikett-Offizieren der Milizfeuerwehr. Die Feuerwehr der Stadt Luzern wird jährlich rund 500 Mal alarmiert. Das Polizei-Löschpikett entspricht den geltenden Sicherheitsstandards nicht mehr. Diese sehen vor, dass in dicht besiedelten Gebieten innerhalb von zehn Minuten acht Feuerwehrleute vor Ort sein müssen. Der Luzerner Stadtrat schlägt deshalb vor, das Polizei-Löschpikett durch eine kleine Einheit von Berufsfeuerwehrleuten zu ersetzen, das die Milizfeuerwehr ergänzt.

Freiwillige Feuerwehr wird verschlankt

Die Milizfeuerwehr besteht heute aus drei Einsatzkompanien à 84 Personen und einem Kommandostab - alles in allem also gut 300 Personen. Neu soll die Milizfeuerwehr um eine Kompanie verkleinert werden. Dies soll dazu führen, dass die verbleibenden freiwilligen Feuerwehrleute zu mehr Einsätzen und somit zu mehr Erfahrung kommen.

Um die neue Berufsfeuerwehr für den 24-Stunden-Betrieb einsatzfähig zu machen, muss der Stützpunkt an der Kleinmattstrasse in der Stadt Luzern für 0,3 Millionen Franken umgebaut werden. Die jährlichen Mehrkosten der neuen gegenüber der alten Organisation dürften sich netto auf 1,3 Millionen Franken belaufen.

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