Prävention häuslicher Gewalt Stadt Luzern springt für den Kanton in die Bresche

Eine Frau sitzt mit verborgenem Gesicht auf dem Stubenteppich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 2016 verzeichnete die Luzerner Polizei durchschnittlich einmal pro Tag einen Fall von häuslicher Gewalt (350 Fälle). Colourbox

  • Der Kanton Luzern spart bei der Prävention häuslicher Gewalt 40 Stellenprozente ein – weg fallen unter anderem die Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, gewisse Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Präventionskampagnen.
  • Der Luzerner Stadtrat will nun einen Teil dieser Aufaben übernehmen, wie das die SP/JUSO-Fraktion des Stadtparlaments fordert.
  • Kostenpunkt wäre «ein tiefer sechsstelliger Betrag», je nach konkreter Umsetzung.
  • So sollen städtische Institutionen (Kesb, Beratungsstellen usw.) durch Externe geschult werden. Schwerpunkte: Sensibilisierung und Prävention. Auch öffentliche Veranstaltungen zum Thema sind denkbar.
  • Der städtische Sozialdirektor Martin Merki kritisiert den Kanton: «Es ist für den Stadtrat nur schwer nachvollziehbar, weshalb sich der Kanton bei einem derart wichtigen Thema aus der Verantwortung zieht.»

Häusliche Gewalt im Kanton Luzern

Häusliche Gewalt im Kanton Luzern
Jahr
2011
2012
2013201420152016
Anzahl Fälle
474394501
474392350