Luzerner Stadtumfahrung Stadtregierung stellt sich gegen die «Spange Nord»

Die Luzerner Stadtregierung «kann dem Vorprojekt zur Spange Nord in der vorliegenden Form nicht zustimmen». Der Stadtrat Luzern macht sich dafür stark, die Transitautobahn Bypass Nord allenfalls ohne Entlastungsstrasse Spange Nord zu planen.

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Bildlegende: Die blau eingezeichnete Spange Nord soll den Verkehr Richtung Autobahn bringen. ZVG/Kanton Luzern

Der Luzerner Stadtrat bezweifelt, dass für die Spange Nord, die den innerstädtischen Verkehr auf die künftige Stadtautobahn lenken soll, eine akzeptable Lösung gefunden werden kann. Wie die Stadtregierung mitteilt, kann sie dem vom Kanton optimierten Vorprojekt zur Spange Nord nicht zustimmen. «Die geplante Entlastungsstrasse hat negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und das Stadtbild», sagt der zuständige Stadtrat Adrian Borgula.

Der Stadtrat hat aber auch grundsätzliche Vorbehalte. Die Spange Nord tangiere die städtische Umweltpolitik. Für die Stadtregierung ist der Nutzen der Spange Nord «geringer als erwartet». Erwartet wird, dass mit der Spange Nord die Zahl der Autofahrten im Stadtzentrum gegenüber 2010 um 30 Prozent abnehmen wird. Dieser Nutzen relativiere sich aber, weil der Autoverkehr auf der Seebrücke in den letzten Jahren bereits abgenommen habe.

«Spange Nord von Bypass abkoppeln»

«Sollten wir uns bei der weiteren Planung mit dem Kanton Luzern und dem Bund nicht einigen können, fordern wir, dass die Spange Nord von der Verkehrsplanung Bypass abgekoppelt wird», sagt Adrian Borgula. Eine Idee, die bei der federführenden Baudirektion des Kantons Luzern auf wenig Gegenliebe stösst.