«Stanserhorn-Ranger sind keine Bergpolizisten»

Seit fünf Jahren geben auf dem Gipfel pensionierte Bergliebhaber Auskunft, aus purer Liebe zum Stanserhorn. Als Entschädigung erhalten sie eine Jahresfreikarte - und viele interessante Gespräche.

Ranger Werner Flury mit Hut vor der Stanserhornbahn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Markenzeichen ist der breitrandige Hut: Werner Flury leitet die Stanserhorn-Ranger. zvg

Nein, Bergpolizisten seien sie nicht, sagt Werner Flury, Chef der Ranger-Truppe auf dem Stanserhorn: «Wir verstehen uns eher als wandelnde Informationssäulen.» Die Ranger geben Auskunft über Flora und Fauna und helfen bei der Benennung von Bergen und Seen, die vom Gipfel aus zu sehen sind.

Entstanden war die Idee 2008 nach einer Kanadareise von Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn. Bereits zehn Tage später konnten zwölf Pensionierte rekrutiert werden, die sich als Ranger zur Verfügung stellten.

Ranger erhalten keinen Lohn

Heute sind 17 Personen als Ranger aktiv, darunter seit kurzem auch zwei Frauen. Dank ihrem markanten Hut sind sie gut zu erkennen und werden immer wieder von Touristen befragt oder in Gespräche verwickelt.

Lohn erhalten die Ranger übrigens keinen. Als Entschädigung gibt es eine Jahresfreikarte und Gratis-Verpflegung auf dem Gipfel. «Wir machen das aus Sympathie zum Stanserhorn», sagt Werner Flury: «Und die vielen Begegnungen  mit Menschen aus aller Welt sind auch eine Art Lohn.»