Kantonsbahnhof Uri Stimmvolk entscheidet über 11 Millionen Franken-Kredit

Der Bahnhof Altdorf soll zur ÖV-Drehscheibe in Uri werden. Am 2. Juli entscheidet das Volk über einen Ausbaukredit.

Eingangsbereich des Bahnhofs in Altdorf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 2019 soll es mit den Bauarbeiten am Bahnhof Altdorf losgehen. SRF

Ab 2021 wird der Bahnhof Altdorf zur neuen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs im Kanton Uri. Dafür muss er ausgebaut werden. Das Stimmvolk entscheidet am 2. Juli über einen entsprechenden Kredit in Höhe von elf Millionen Franken. Insgesamt wollen die SBB, der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf sowie Dritte mehr als sechzig Millionen Franken in den Ausbau des Bahnhofs in Altdorf investieren.

Regierung und Landrat unterstützen Ausbau

Taktgeber für das Projekt ist die SBB, die auch die Gesamtprojektleitung übernimmt. Sie investiert in die Gleisanlagen und Bahnperrons, der Kanton Uri soll mit rund elf Millionen Franken die neuen Busbahnhöfe auf der Ost- und Westseite des Bahnhofs, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes sowie die notwendigen Anpassungen der angrenzenden Strassenabschnitte finanzieren. Landrat und Kantonsregierung stimmten dem Ausbau des Bahnhofs Altdorf einstimmig zu.

Bundesgericht hat Beschwerde bereits abgeschrieben

Eine übergemeindliche Gruppierung will diesen Entscheid vor Bundesgericht anfechten. Sie hat beim höchsten Gericht eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht. Die Beschwerdeführer sind gemäss Mitteilung Bürger und Gemeindevertreter aus Flüelen, Altdorf, Schattdorf, Seedorf, Erstfeld, Silenen und Realp. Sie wollen, dass auch Privatpersonen, Nichtpolitiker oder Nichtverwalter die Möglichkeit zur Mitsprache an der Entwicklung des Kantons haben können. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von sich aus bereits infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.

Klare Ausgangslage schaffen

Die Urner Regierung ging darauf in die Offensive und beantragte von sich aus, den Baukredit dem Volk vorzulegen, um zusätzliche Verzögerungen zu verhindern. Der Landrat unterstützte das Vorgehen. Sämtliche Parteien sagen Ja zum Ausbau des Bahnhofs. Das Anliegen der Gegner ist mit der Abstimmung erfüllt: Am 2. Juli entscheidet nun das Volk.