Theater Stans spielt «Tschingge - ein Stück Schweiz»

«Tschingge - ein Stück Schweiz» ist eine Komödie um Schweizer, Italiener und Fussball - gespickt mit Origialtexten und Dokumenten über die Überfremdungsinitiative aus dem Jahr 1970. «Die Tschinggen» kommen zu Tausenden - aus purer Not.

Porträt von Dodó Deér Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dodó Deér widmet sich seit über 30 Jahren dem Theater, aktuell arbeitet er mit der Theatergesellschaft Stans. SRF

Das Theater Stans spielt das Stück von Adrian Meyer in der Inszenierung von Dodó Deér. Es beschäftigt sich mit der Zeit in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Italiener als Gastarbeiter in die Schweiz kamen und als «Tschinggen» verschrien wurden.

Gegipfelt ist die erste Welle von Skepsis gegenüber allem Fremden in der Überfremdungsinitiative von James Schwarzenbach, über die 1970 abgestimmt wurde.

Die weiteren Einwanderungswellen in die Schweiz thematisiert das Stück nicht. Diese würden in den Köpfen der Zuschauerinnen und Zuschauer wach, sagt Regisseur Dodó Deér im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Die Theatergesellschaft Stans kann auf eine mehr als 190-jährige Geschichte zurückblicken. Offizielles Gründungsdatum ist der 21. Dezember 1824 - sie ist damit vermutlich eine der ältesten Laienbühnen der Schweiz.