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Tiefenlager Ob- und Nidwalden Wellenberg soll auch nicht mehr Reserve sein

Die Regierungen von Nid- und Obwalden beantragen dem Bundesrat, den Standort Wellenberg als Reserveoption zu streichen.

Legende: Audio Interview mit Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
02:00 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 12.03.2018.

Der Wellenberg sei für die Tiefenlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus geologisch-sicherheitstechnischer Sicht nicht geeignet, schreibt die Nidwaldner Regierung am Montag in einer Mitteilung. Der Wellenberg liege unter anderem in einer Zone mit erhöhter seismischer Aktivität. Sie beantragt deshalb dem Bundesrat, den Standort Wellenberg aus der Liste der Festlegungen zu streichen.

Die gleiche Forderung stellt die Regierung von Obwalden. Sie wiederholte in ihrer Stellungnahme ihre Bedenken zum Standort Wellenberg, die sie bereits im Rahmen der Anhörung zur ersten Etappe geäussert hatte. Ausserdem verweist sie auf den Tourismusort Engelberg: Touristen würden auf diese Thematik mit Zurückhaltung reagieren.

Volksentscheid in Nidwalden am 10. Juni

Die Nidwaldner Gesetzgebung sieht allerdings vor, dass die Stimmberechtigten über Vernehmlassungsantworten zu Atomanlagen noch per Abstimmung entscheiden dürfen. Dies geht auf die 1980er-Jahre zurück, als die Regierung im Gegensatz zu grossen Teilen der Bevölkerung den Plänen des Bundes positiv gegenüber stand. Als Reaktion sicherten sich die Stimmberechtigten über eine Initiative ein Mitspracherecht.

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