Gotthard-Basistunnel «Trainspotting» im Gotthard-Basistunnel

Im neuen Basistunnel wird ab kommende Woche eine neue Attraktion angeboten: Eisenbahnfans können hinter einem grossen Fenster im Berg bei Amsteg (UR) vorbeirauschende Züge beobachten. Das Fenster ist Teil einer neuen Ausstellung im Zugangsstollen in Amsteg.

Bauarbeiter neben Fensterwand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Besucherfenster in Amsteg macht das Bauwerk Gotthard-Basistunnel für interessierte Personen erlebbar. zvg

Worum geht es? Im neuen Eisenbahntunnel am Gotthard können ab dem 1. Februar 2017 Zugfans hinter einem Fenster im Berg bei Amsteg (UR) vorbeirauschende Züge beobachten. Mit dem neuen Tourismusangebot bleibt das Jahrhundertbauwerk auch nach Inbetriebnahme im Dezember 2016 besuchbar.

Was gibt es zu sehen? Ein Besuch beinhaltet eine zweistündige Führung, die beim Bahnhof Erstfeld beginnt. Busse chauffieren Besucher in den Zugangsstollen des Bahntunnels bei Amsteg. Neben einer Ausstellung und Filmbeiträgen zum Jahrhunderbauwerk können sich Gäste von Guides begleitet zu einer Nische im Tunnel begeben.

Hinter grossen Glasscheiben lassen sich die von Süden nach Norden durchfahrenden Züge beobachten. Die Gäste benötigen allerdings ein gutes Auge. Die Personenzüge flitzen mit gegen Tempo 200 Kilometer die Stunde durch den Tunnel. Güterzüge hingegen verkehren langsamer.

Warum ein solches Angebot? Das Interesse an Visiten im mit 57 Kilometer längsten Eisenbahntunnel der Welt sei nach wie vor gross, teilten der Kanton Uri, die SBB sowie die Gemeinden Erstfeld und Silenen mit. Das Tunnelfenster sei ein weiterer Mosaikstein im touristischen Angebot der Gotthardregion, sagt der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gegenüber Radio SRF.

Wann finden die Visiten statt? Touren zum Tunnelfenster finden von Dienstag bis Samstag jeweils einmal am Morgen und am Nachmittag statt. Daran können bis zu 24 Personen teilnehmen. Sie kosten für Erwachsene 23 Franken. Kinder unter 12 Jahren sind nicht zugelassen. Für das Angebot sind Uri, die SBB, Erstfeld und Silenen mindestens für drei Jahre verantwortlich. Im Bahnhof Erstfeld eröffnet Ende März zudem eine neue Touristeninformation.